Unsere letzte Schifffstour mit der HW 4 über die Friesischen Meere in Holland
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Es war einer dieser urgemütlichen Abende in der Adventszeit 2017. Wir saßen in unserem "Hockzimmerle" und ließen bei einem Schoppen Rieslingschorle wieder einmal unsere gemeinsame Reisevergangenheit Revue passieren. Viele sehr schöne Erinnerungen wurden wach und wir kamen u.a. auf die schönen Reisen mit der gecharterten Motoryacht über die Friesischen Meere in Holland. Besonders in Erinnerung geblieben waren uns die schönen Abende an Bord, u.a. im Stadthafen von Lemmer.

Nachdem wir uns den physischen Herausforderungen für Fernreisen schon länger nicht mehr gewachsen fühlten war rasch der Entschluss gefasst, noch einmal nach langjähriger Pause in See zu stechen. Gesagt getan, am nächsten Tag war die uns vertraute HW 4 bei Grow Yachtcharters per Internet verbindlich gebucht.

In der ersten Woche der Nachsaison 2018 ging es am Freitag den 14. September los. Die Anreise über die Autobahn nach Grow verlief gemütlich und problemlos. Am frühen Nachmittag war das Schiff beladen und wir fanden noch Zeit für einen kleinen Bummel durch das beschauliche Städtchen Grow. Die erste Nacht verbrachten wir im Hafen unseres Vercharterers und liefen am nächsten Morgen zunächst Richtung Princenhof aus. Die Regenwolken der Nacht hatten sich verzogen und es erwartete uns wunderschön sonniges Spätsommerwetter für die ganze Woche auf dem Wasser.

Unseren Plan, die zweite Nacht Yachthafen von Sneek zu verbringen war leider nicht zu verwirklichen. Alle geigneten Liegeplätze für unsere 11 m lange HW 4 waren bereits am frühen Nachmittag belegt. Einen solchen fanden wir dann am frühen Abend aber noch auf unserem Weg nach Echtenerbrug in Langweer. Nach einem kleinen Landgang und einer ruhigen Nacht ging es am nächsten Morgen weiter nach Echtenerbrug, das wir bereits am frühen Nachmittag erreichten. Diesen schönen Reisetag über das ruhige Tjeukermeer ließen wir bei einem kühlen Bierchen auf der Terrasse in der "Dikke Tut" direkt an der Hebebrücke ausklingen und beobachteten mit großem Interesse die Arbeit des Brückenwärters und die zahlreichen ein- und auslaufenden Yachten.
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Euroangler in Echtenerbrug

Entspannung an der Hebebrücke

Reger Bootsverkehr an der Hebebrücke
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Am nächsten Morgen ging es früh los um einen der beliebten Liegeplätze im Stadthafen von Lemmer zu ergattern. Hier wollten wir auf jeden Fall ein paar Tage liegen und dieses wirklich sehr schöne und geschichtsträchtige Städtchen am Ausgang zum Jisselmeer geniessen. Aber nicht nur das Städtchen sondern auch den Weg dorthin über das Tjeukermeer und den Princess Margretkanal haben wir richtig geniessen können.
 
Über das Tjeukermeer

Über den PMK Richtung Jisselmeer

Im Stadthafen von Lemmer

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Am späten Nachmittag dann vernahmen wir vertraute Klänge. Ein ganzes Schiff voll Pfälzer legte sich direkt hinter uns.


Die Pälzer Crew


Der augenscheinlich etwas unerfahrenen Crew bin ich zunächst ein wenig beim Festmachen zur Hand gegangen. Irgendwann haben wir es dann gemeinsam auch geschafft, einen funktionierenden Stromanschluss an Land mit dem Schiff herzustellen. Das war nach dem obligatorischen Anlegeschnaps der Anfang von ein paar gemeinsamen, sehr lustigen Stunden.

Nach zwei vollen Tagen  in Lemmer hieß es wieder Abschied nehmen. Wir nahmen Kurs Richtung Norden und erreichten den Hafen unseres Vercharterers am Donnerstagabend. Hier übernachteten wir noch einmal um am nächsten Morgen das Schiff zu übergeben.

Unsere Rückreise über die Autobahn war nicht ganz so störungsfrei wie die Anreise, aber am frühen Nachmittag hatten wir doch auch die ca. 400 km Strecke hinter uns gebracht und waren wieder froh und glücklich in Wehr gelandet. Hier ging für uns einmal mehr eine sehr schöne und interesssante Reise zu Ende.

Bildergalerie Holland 2018