Dubai 2010

vom 23. bis 26. November 2010

 

Nach einem angenehmen Nachtflug über ganz Afrika landeten wir pünktlich um 5.30 Uhr auf dem Flughafen in Dubai. Mehr oder weniger schlaftrunken folgten wir natürlich der großen Herde und landeten zunächst einmal wie die Mehrzahl der Passagiere, die in Dubai als Transitpassagiere ankommen im größten Duty Free Shop der Welt. Dort aber wollten wir gar nicht hin, sondern wollten einfach in Dubai bleiben. Es dauerte eine geschlagene dreiviertel Stunde bis wir den Ausgang aus diesem überdimensionierten Flughafen fanden.

Die Einreiseformalitäten waren unproblematisch. Allein die Tatsache, dass jeder Ankömmling auch digital fotografisch erfasst wurde verzögerte die Abfertigung ein wenig. Jedenfalls waren wir froh und glücklich, über eine Stunde nach unserer Ankunft mit unserem Gepäck ins Freie gekommen zu sein. Welch ein Kontrastgefühl im Vergleich zu Südafrika und dem Flughafen Kapstadt, wo es doch eher gemütlich und beschaulich zuging. Schnell hatten wir auch ein Taxi zugewiesen bekommen, das uns rasch in unser nur 7 km vom Flughafen entferntes Hotel brachte.

Der Empfang im Hotel war überaus freundlich und zuvorkommend. Obwohl uns nach unseren Buchungsunterlagen das Zimmer frühestens ab 14.00 Uhr zur Verfügung stand stellte man uns in Aussicht, dass wir bereits um 9.00 Uhr unser Zimmer beziehen könnten. Die Zeit bis dahin vertrieben wir uns mit einem kleinen Rundgang durchs Viertel und tranken gemeinsam mit einer illustren Schar von pakistanischen Hafenarbeitern und Geschäftsleuten vor einer kleinen Kaffeestube in einer wenig belebten Seitengasse unseren ersten Kaffee.

Um 9.00 Uhr konnten wir unser Zimmer beziehen und begaben uns auf unsere erste Erkundungstour am Dauhafen entlang in die Altstadt. Da die Temperaturen an diesem Tag rasch anstiegen nahmen wir uns für die letzten Kilometer in die Stadt ein Taxi. Taxifahren in Dubai ist wirklich kein Problem und zudem sehr preiswert. Unser erster Weg führte uns in den Goldsouk, der aber zu dieser Zeit eigentlich wenig frequentiert war. So richtig entspannt aber konnten wir nicht bummeln, denn auf Schritt und Tritt kamen Verkäufer auf uns zu, die uns entweder ihren Laden zeigen wollten oder uns aber eine Rolex, Breitling oder sonst was Edles andrehen wollten. Wir waren also auch unter diesem Gesichtspunkt in der arabischen Welt angekommen. In dieser Hinsicht unterschied sich Dubai nicht von Ägypten, Tunesien oder Marokko. Am frühen Nachmittag glaubten wir alles gesehen zu haben und zogen uns in unser Hotel zurück, nicht zuletzt, weil uns der Nachtflug von Kapstadt doch noch ein wenig in den Knochen steckte.

Das Abendessen nahmen wir in einem Iranischen Restaurant in den zum Hotel benachbarten Twin Towers ein. Ein wunderbares Buffet für relativ kleines Geld auf einer Außenterrasse mit Blick über den Creek.

Am nächsten Tag wollten wir uns natürlich auch einen Eindruck von dem modernen Dubai verschaffen. Eine gute Stunde ging es mit dem Taxi hinaus aus der Altstadt am Jumeira Strand entlang. Durch Hochhäuserschluchten auf einer mehrspurigen Autobahn kilometerweit. Was auf der Karte so dicht beieinander liegend schien entpuppte sich in der Realität doch als richtige Reise. So entschlossen wir uns auf der Fahrt uns auf die Besichtigung des Burj al Arab Hotels zu beschränken. Sicher brachte uns unser indischer Taxifahrer ans Ziel, das wir allerdings nur von außen bewundern konnte. Ein Besuch innen hätte angemeldet werden müssen und es wäre ein saftiges Eintrittsgeld fällig geworden. Das haben wir uns gespart. Ebenso ein Besuch des Atlantishotels. Vielmehr brachte uns unser Taxifahrer wunschgemäß zurück in die Altstadt nach Bur Dubai und erläuterte uns, wie wir mit dem Wassertaxi dann zurück in unser Hotel in Deira kommen würden. So also durchstreiften wir in aller Ruhe die Basare und sonstigen Sehenswürdigkeiten dieses älteren Stadtteils von Dubai.

Dieser für uns interessantere Teil Dubais stand auch am letzten Tag unseres Aufenthaltes noch einmal auf dem Programm. Hektik und Reisestress wollten wir auf diesem letzten Abschnitt unserer diesjährigen Reise nicht aufkommen lassen und so klang unsere Reise an diesem dritten Tag wieder in unserem schönen Iranischen Restaurant aus. Es waren interessante drei Tage in dieser Zukunftsvision von Stadt, die aber, wie wir wissen mittlerweile auch ihre, nicht nur finanziellen Probleme hat. Nein, Urlaub möchte ich persönlich hier nicht machen wollen. Und ob das Konzept für die Zukunft Dubais aufgeht, in der Zeit nach dem Öl sich mit Edeltourismus über Wasser und auf diesem Standard zu halten. Man wird sehen. Hier bleiben noch viele Fragezeichen.

Nach einem insgesamt angenehmen Rückflug empfing Deutschland uns in Frankfurt mit Kälte und Schnee. Auch das ein wahres Kontrastprogramm, das aber den insgesamt positiven Eindruck von dieser längsten Reise, die wir je unternommen hatten,  nicht schmälern konnte.

 


Bildergalerie Dubai 2010