Südafrika 2014
 

Neugierig


Schon früh im Herbst 2013 begann die Reiseplanung für 2014 und auf das Ziel für die große Reise hatten wir uns schnell verständigt. Die Einladung unserer südafrikanischen Freunde vom Vorjahr war ja noch in unseren Ohren.

Wichtig war es uns auch dieses Mal, einen Direktflug von Frankfurt nach Kapstadt zu bekommen. Bei Condor wurden wir fündig. Sie boten an uns in ca. 12 Stunden zu einem angemessenen Preis an das für uns schönste Ende der Welt zu bringen. Die Mietwagenbuchung über Iwanowski - Reisen (www.afrika.de) ging ebenfalls problemlos und so starteten wir am 28. Januar Richtung Süden in den Sommer auf der südlichen Halbkugel.

Obwohl ein Nachtflug erschien er uns doch recht lange. Das mag daran gelegen haben, dass das Fluginformationssystem der frisch renovierten Boeing nicht funktionierte und wir so im Ungewissen über unsere jeweilige Position gelassen wurden. Hinzu kam, dass wir über ganz Afrika heftigen Turbulenzen ausgesetzt waren die es so gut wie unmöglich machten auch nur ein wenig Schlaf zu finden.

Ein wenig gerädert verließen wir gegen 10.00 Uhr Ortszeit die Maschine und nahmen auf der anderen Seite des Flughafens unseren Mietwagen in Empfang. Ein brandneuer VW Polo mit 5 km auf dem Tacho stand für uns bereit, den wir nach 3 Wochen mit dann 2.500 km und einem unverschuldeten Blechschaden wieder zurück gaben.

Die drei Wochen an unseren verschiedenen Standorten Kapstadt, Hermanus und Kleinbaay vergingen wie im Fluge. Wie auch schon in den vergangenen Jahren beschränkten sich unsere Tagesausflüge auf die Western Cape Region. Obwohl wir hier schon fast Zuhause sind gab es auch in diesem Jahr doch immer noch das eine oder andere Neue zu entdecken und zu erleben.

Eine neue Erfahrung war die Abwicklung eines Schadens, den der Nachbar in Muizenberg beim Zurücksetzen seines Autos an unserem ordnungsemäß geparkten Mietwagen verursacht hat. Das geschah zwei Tage vor unserem Abflug. Gott sei Dank hat er einen Zettel am Auto hinterlassen und angekündigt, mir die Versicherungsdaten zukommen zu lassen. Hat er auch am geleichen Tag per e-mail gemacht.

Also habe ich den Schaden erst einmal ordnungsgemäß telefonisch bei Budget gemeldet. Die verlangten, dass ein Polizeiprotokoll angefertigt werden müsse, das ich bei Rückgabe des Wagens vorlegen müsse. Für die Schadensmeldung sollte ich mal bei Abgabe des Wagens ca. 15 Minuten mehr einplanen. Also zur Polizei in Muizenberg und den Schaden nebst Verursacher gemeldet. Das war eine Aktion von über einer Stunde, denn trotz reichlicher Personalausstattung auf der Wache sah sich erst einmal lange Zeit niemand dafür zuständig, sich um mein Anliegen zu kümmern. Auf einem kleinen, von einem großen abgerissenen Wurstzettel bekam ich die Tagebuchnummer, unter der die Sache bei der Polizeit registriert war.

Um nicht in Zeitnot zu geraten habe ich für die Rückgabe des Wagens am letzten Tag vorsichtshalber eine Stunde statt der angekündigten 15 Minuten eingeplant. Um die Sache dort abzukürzen habe ich vorsorglich auch gleich einen Unfallbericht nebst Skizee angefertigt - in englischer Sprache natürlich.

Im Schadensbüro von Budget wurde ich dann mit einem Berg von Formularen und einem Wust von Fragen überhäuft, so dass die Stunde schon fast zu knapp bemessen war. Die schriftlich vorbereite Unfallschilderung wurde zu den Akten genommen, musste aber noch einmal in ein Formular von mir übertragen werden. Nein, das hier übliche "siehe Anlage" reicht dafür nicht aus. Meine Frage am Schluss der ganzen Prozedur, wie man denn mit Kunden umgeht, die der englischen Sprache nicht hinreichend mächtig seien erklärte man mir, dass man dann einen Dolmetscher beiziehen würde.  Der käme dann aus Kapstadt zum Flughafen auf Anforderung. Na sowas!!Ich bin mir sicher, dass dann auch die Stunde Schadensabwicklung bei Budget mit Sicherheit nicht ausgereicht hätte und der Flieger weg gewesen wäre.

Die Umständlichkeit setzte sich aber in der weiteren Schadensabwicklung fort. Zuhause angekommen erhielt ich von Budget die Mitteilung, dass man den materiellen Schaden am übrigens vollkaskoversichereten Fahrzeug mit der Versicherung des Nachbarn abrechnen würde. Die Kosten für den von Budget eingeschalteten Gutachter und die Verwaltungskosten in Höhe von 1.200 Rand würde man aber von meiner Kaution einbehalten. In einem umfangreichen Schriftwechsel ließ Budget sich davon nicht abbringen. Mein Vorschlagm, doch auch diesen Schaden von der gegnerischen Versicherung einzufordern blieb unbeachtet. Also blieb mir nichts anderes übrig, als den mir entstandenen Schaden von der Versicherung in Südafrika selbst einzufordern. Der lokale Verischerungsagent gab nach langem Hin und Her die ganze Sache an die Rechtsabteilung der Versicherung in Pretoria ab. Nach erneuter umfangreicher Schilderung des Schadenshergangs stellte man mir schließlich von dort  in Aussicht, auch diesen Schaden zu übernehmen. Um die hohen Transferkosten des Geldes nach Deutschland zu vermeiden bot ich an, das Geld meinem Freund auf dessen Konto zu überweisen. Dem gegenüber hat man sich zwischenzeitlich auch damit einverstanden erklärt, Geld ist aber nach über einem Monat immer noch nicht geflossen.  Es bleibt also spannend. That's Africa.

Nach zwei Monaten ist Mitte April auch der restliche Schadensbetrag von der gegnerischen Versicherung auf dem Konto angekommen. Somit ging auch diese Geschichte am Ende gut für uns aus.

Alle weiteren Erlebnisse dieser Reise im Einzelnen zu beschreiben würden den hier verfügbaren Rahmen sprengen und so nehme ich Euch einfach erst einmal mit auf eine kleine Bilderreise an das für uns schönste Ende der Welt.

Südafrika Überblick

Ein Besuch in Kirstenbosh

Kayelitsa

In Hermanus auf dem Berg

Baboons