Steigenberger Al Dau Beach Resort, Hurgada

 

 

21. 5. – 4.6.2007

 

Fast pünktlich um 16.00 Uhr hob unsere Boeing vom Flughafen Düsseldorf ab und fast ebenso pünktlich um 21.55 Uhr Ortszeit setzten wir auf dem Flughafen in Hurgada auf.

 

Eine Menge hat sich in Sachen Abfertigung hier getan, denn es dauerte nicht einmal eine halbe Stunde und unser voll besetzter Urlaubsbomber war von den Ägyptischen Einreisebehörden abgefertigt. Auch die Koffer waren recht rasch über die Laufbänder verteilt und schon bald ging es per Bus zu den einzelnen Urlaubshotels.

 

Wie so oft waren wir die letzten beiden Gäste, die vom Bus in dem im Dezember 2006 neu eröffneten Steigenberger Al Dau Beach Hotel abgesetzt werden mussten.

 

Bereits im Vorfeld hatte ich, um lange Wege im Hotel zu vermeiden, um ein Zimmer in der Nähe der zentralen Hoteleinrichtungen (Frühstücksrestaurant, Lobby Bar) gebeten. Wir wurden sehr freundlich empfangen und bekamen das Zimmer Nr. 1249, das näher an den von mir gewünschten und für wichtig erachteten Einrichtungen nicht sein konnte.

 

Nach einer kurzen Inspektion des Zimmers stellten wir fest,

 

  1. dass wir ein Nichtraucherzimmer zugewiesen bekommen hatten und
  2. unser Flugzeug, dem Dauerlärm auf dem Balkon nach zu schließen, mit laufenden Triebwerken vor unserem Hotel auf unsere Rückreise zu warten schien.
     

Bevor wir unsere Koffer auspackten fragten wir noch in der Nacht an der Rezeption, ob wir nicht ein anderes Zimmer, Raucher und etwas ruhiger bekommen könnten. Der Kompromiss war, dass man uns erlaubte, auf dem Balkon zu rauchen und uns auch sogleich mit einem - viel zu kleinen - Aschenbecher versorgte, ansonsten aber stünde ein anderes Zimmer für uns nicht zur Verfügung.

 

Für diese Nacht ergaben wir uns unserem Schicksal, packten unsere Koffer aus, nahmen unseren ersten Begrüßungstrunk und schliefen redlich müde rasch ein.

 

Am nächsten Morgen, praktisch unserem ersten Urlaubstag in Ägypten genossen wir erst einmal das reichhaltige Frühstücksbuffet, inspizierten der schönen Sandstrand und begaben uns dann zur Begrüßung durch unsere örtliche Reiseleitung Thomas Cook. Diese Veranstaltung verlief wie alle dieser Art.  indem die Reiseleitung den wenigen neu angekommenen Gästen ihr überteuertes Ausflugsprogramm schmackhaft machen wollte. Am Ende hatten wir dann doch noch die Gelegenheit, auf unsere stark lärmbelastetes Zimmer aufmerksam zu machen und die nette Dame von Thomas Cook vertröstete uns auf ihre abendliche Sprechstunde, in der sie sich dann um dieses Problem kümmern wollte.

 

Nun, da wir uns bereits häuslich eingerichtet hatten, verzichteten wir auf die weiteren Dienste von Thomas Cook zu diesem Punkt und ergaben uns in unser Schicksal.

 

Steigenberger El Gouna:

 

Natürlich hat Frau Thomas Cook den Reisenden erläutert, wie man vom Hotel in die ca. 15 km entfernt liegende Stadt und nach Down Town kommt. Wenn man gut handelt, mit dem Taxi für ca. 25-30 Ägypt. Pfund (7,65 Pfund = 1 €). Wir nahmen den sporadisch und nach Bedarf verkehrenden Linienbus, der die gleiche Strecke für 5 Pfund absolvierte. Ein ehemaliger Bediensteter des Steigenberger Golf verriet uns, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln, per Bus, El Gouna erreichen konnten und so machten wir uns an einem etwas windigeren Tag auf den Weg. Es war kein Hexenwerk, denn wir mussten mit dem Bus, der vor unserem Hotel ab fuhr einfach nach Down Town bis zur Endhaltestelle fahren. Dort zeigte uns ein hilfsbereiter Mitreisender den Haltepunkt der El Gouna Busse und nach etwa einer weiteren dreiviertel Stunde hatten wir El Gouna für weitere 5 Pfund erreicht. Hier erstanden wir nun eine Tagesfahrkarte, die es uns erlaubte, uns mit den Stadtbussen einen ganzen Tag lang durch El Gouna zu bewegen. Zunächst machte Edith ihre Einkäufe in  „ihrem“ kleinen Geschäftchen im Zentrum. Danach fuhren wir an den Hafen, um die Einkäufe zu komplettieren, aber es gab hier nichts, was wir nicht schon im Zentrum gesehen hätten. Also nahmen wir am Ausgang der Marina unser Bierchen, genossen den Ausblick auf das Rote Meer um anschließend dem Steigenberger Golf Resort noch einen kleinen Besuch abzustatten.

 

Eigentlich wäre dieses Hotel die erste Wahl unseres diesjährigen Urlaubs gewesen, aber L’tur hatte als einziger Anbieter auf seiner Homepage einen Hinweis auf rege Bautätigkeiten in diesem Hotel ausgebracht. Da es uns bis zu unserer Abreise nicht gelungen war, weitere Einzelheiten zu dieser Baustelle mit dem Hotel direkt zu klären, sind wir, um Ärger zu vermeiden, auf das Steigenberger Al Dau Beach in Hurgada ausgewichen. Nun, es hat sich herausgestellt, dass der Baustellenhinweis total überzogen war, denn die Baustelle befand sich vor dem Eingangsbereich des Hotels und tangierte die weitläufige Anlage selbst in keiner Weise. Zufällig trafen wir auch noch die Front Office Managerin, Frau Schwabe, und auch sie bedauerte, dass wir dieses mal nicht das Golf Resort gewählt haben. Mit einer validen e-mail des Steigenberger Golf Resort Adresse machten wir uns gegen Mittag wieder auf den Rückweg nach Hurgada, wie wir gekommen waren.

 

Immer größer wurde unsere Überraschung, als wir jeden Tag mehr des früheren Personals aus dem Steigenberger Golf im Al Dau Beach wieder erkannten und umgekehrt. Teilweise wurden wir von  den früheren Golf Resort Leuten wie alte Freunde begrüßt und geherzt. Der frühere Chef des Golf Resort, den wir längst im Ruhestand wähnten hatte wohl die Aufgabe übernommen, das neue Al Dau Beach hochzufahren und es war ihm offensichtlich gelungen, einen großen Teil seines hervorragenden Personals aus dem Golf Resort mit hierher zu nehmen. Das schlug sich natürlich in dem bekannt perfekten Service nieder und auch das soll nicht unerwähnt bleiben, die Küche ist noch einmal um einen Tick besser, als die des Golf Resort in El Gouna.

 

Bei unserem abendlichen Rundgang durch das Hotel hat Edith im Silbershop dann noch ein extravagantes Silberarmband gesehen, das ihr auf Anhieb ausnehmend gut gefiel. Auch der Preis ging soweit in Ordnung. Dennoch wollten wir uns bei einem Gang durch die Einkaufsmeile von Hurgada davon überzeugen, dass er auch tatsächlich angemessen war.

 

Also bestiegen wir ein paar Tage später erneut den Linienbus nach Down Town und erkundeten nun die wirkliche Medina von Hurgada, in der auch die Einheimischen ihre Geschäfte für den täglichen Bedarf erledigten. Der Gang durch den Gemüse- und Fleischmarkt war ein Erlebnis der besonderen Art für uns. Ein solch reges Treiben und Handeln ist auf unseren Märkten einfach unvorstellbar. Dazu die Gerüche und Anblicke  von frisch zerlegtem Fleisch, frisch gebackenen Brotfladen, Hühnern, Enten und vielem, uns unbekanntem Getier.

 

Anschließend versuchten wir unser Glück noch in dem auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden Basar, der aber eigentlich mehr aus Andenkenläden bestand und dementsprechend auch von Touristen bevölkert war. So intensiv wir auch schauten, ein Armband in der Art, wie es im Steigenberger angeboten wurde, fand sich hier nicht und so schien die Behauptung der Verkäuferin doch irgendwie nicht übertrieben gewesen zu sein, dass es sich hierbei um eine besondere Handarbeit aus Kairo handeln würde und dieses Stück garantiert nur vier Mal gefertigt worden sei.  Da sich der Preis auch für europäische Verhältnisse im Rahmen hielt, war die Entscheidung relativ einfach und das Teil wandert in einem  noblen Samtsäckchen in unser Reisegepäck.

 

Die folgenden Tage verliefen eigentlich vollständig nach unseren Planungen. Wetter gab es eigentlich keines, denn jeden Tag brannte von einem wolkenlosen, tiefblauen Himmel die Sonne und ließ das Thermometer auf gute 35 ° C ansteigen. Gegen Nachmittag verließen wir unseren weitläufigen Sandstrand, der wegen der geringen Auslastung des Hotels für jeden reichlich Möglichkeiten bot, sich auszubreiten. Nach einem guten Tässchen Nescafe auf dem Zimmer  machten wir allabendlich einen kleinen Spaziergang in die nahe gelegene kleine Mall zum Einkaufen der Dinge des täglichen Bedarfs. Zigaretten, Wasser, Kekse standen regelmäßig auf unserem Einkaufszettel. Anschließend gingen wir in die kleine Kneipe „Big Brother“, um unser Feierabendbierchen zu nehmen. Nach ein par Tagen  kannte man uns auch dort und wir wurden begrüßt und bedient, als gehörten wir irgendwie dazu.

 

Nach dieser Zeremonie war es Zeit für unser abendliches Dinner, das wir mit seinen täglich wechselnden Themen jeden Tag auf Neue genossen. Nach dem Sundowner am Abend auf unserem Balkon, bei dem wir uns jeden Abend vergewissern konnten, dass unser Flugzeug mit laufenden Maschinen immer noch auf uns wartete, begaben wir uns zur Ruhe. Wenn die Balkontüre des Zimmers 1249 geschlossen war, verstummte auch unser Jet draußen und nur noch der Deckenventilator fächelte uns leise kühle Luft zu.

 

Fazit:

 

Das Steigenberger Al Dau Hotel ist ein architektonisch interessant gestaltetes Haus, das für unseren Geschmack allerdings eine Nummer zu groß geraten ist. 1/3 kleiner wäre für uns immer noch groß genug. Zur Zeit unseres Besuchs war das Hotel nur zu etwa einem Drittel ausgebucht und die relativ wenig erscheinenden Gäste verliefen sich in der großzügig dimensionierten Anlage. Die geringe Auslastung erschien uns sehr angenehm. Man kann sich aber vorstellen, dass auch bei einer höheren Auslastung kein unangenehmes Gedränge aufkommt, sei es am Strand, im Restaurant, am und im Pool oder in der distanziert, kühl und dennoch sehr elegant wirkenden Lobby. An den im Detail zum Teil etwas nachlässig ausgeführten Bauarbeiten erkennt man unweigerlich und auch als Laie recht schnell, dass hier eben nicht deutsche handwerkliche Wertarbeit geschuldet war und abgeliefert wurde. Auch wenn das eine oder andere Teil bereits nach 6 Monaten seinen Geist aufgab, das Repair- und Maintainance Team war in wenigen Stunden oder Minuten zur Stelle und schuf Abhilfe. Überhaupt kann der Service im Steigenberger Al Dau Beach Resort nur als absolut perfekt bezeichnet werden, ob es sich dabei um den Restaurant oder den Zimmerservice handelt, alles ist absolut in Ordnung. Insgesamt haben wir, bis auf die Lärmbelästigung auf unserem Balkon, hier zwei sehr erholsame Wochen in echter 5 Sterne Atmosphäre erleben dürfen.

 

Dank an dieser Stelle dafür an das stets auf unser Wohl bedachte Steigenberger Team mit seinem Aufbaudirektor Mr. Reima.

 

 

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