Ägypten 2005

Hurghada - El Gouna

Bildergalerie Ägypten 2005

 

"Unsere längsten 22 Kilometer in Ägypten"

Wir haben von Sonntag Abend bis Donnerstag Nachmittag, also geschlagene vier Tage gebraucht, um vom Flughafen Hurghada aus unseren gebuchten Bestimmungsort, das 22 Kilometer entfernte Hotel Steigenberger Golf Resort in El Gouna
zu erreichen.

 

Der Reihe nach:

Sonntag den 27.2.2005

  • Der Start

    Es entspricht ja meiner reichhaltigen beruflichen Erfahrung mit eigentlich fast allem, was aus Berlin kommt, es ist irgendwie unvollkommen. So auch die Maschine der Air Berlin, die uns von Köln nach Hurghada bringen soll. Um 14.10 Uhr, dem Zeitpunkt, an dem wir nach dem optimistischen Flugplan deutschen Boden verlassen sollten, ist der Abfertigungsfinger vor unserem Warteraum noch völlig verwaist. Dann rollt irgendwann tatsächlich eine Air Berlin Maschine an, aus der die Passagiere tröpfchenweise bis widerwillig aussteigen. Anschließend macht sich eine vielköpfige Putzkolonne, deren Häupter teilweise durch bunte Kopftücher geschützt wird daran, das Flugzeug zu reinigen und mit reichlich 30 Minuten Verspätung hebt die voll beladene Boeing 737 - 800 von der Startbahn Richtung Süden ab.
  • Der Flug

    Irgendwie steht der Tag unter einem ungünstigen Stern. Noch im Steigflug verteilt die Stewardess Kissen, um die vorausberechneten vier Stunden Flugzeit in den sehr engen Sitzen der überalterten Boeing etwas erträglicher zu machen. Natürlich sind nicht für alle Passagiere diese Kissen da. Als endlich unsere Sitzreihe an der Reihe ist, winke auch ich freundlich aber bestimmt, um für meine Frau ein solches Kissen zu ergattern. Die Stewardess aber sieht mit geübtem Weitblick geflissentlich über mich hinweg und beglückt mit dem letzten Kissen eine hinter mir sitzende Person, die ihr, aus welchem Grund auch immer, wohl eher zugesagt haben muss.

    Wir gehen leer aus. Schicksalsschlag Nummer eins. Keep cool, man.

    Bei der Verteilung  der Verpflegung haben wir dann etwas mehr Glück und bekommen doch noch zwei Portionen von dem auf
    50 % der Passagiere rationierten Hühnchen Menü. Die andere Hälfte der Passagiere muss sich mit einem mageren Nudelgericht, einer eher spartanischen Pasta, zufrieden geben. Das Mineralwasser, das ich zum Kaffee nach dem Essen zusätzlich bestelle, kann sich nicht lange auf dem zwischenzeitlich von Geschirrmüll völlig überladenen Tischchen vor mir halten, sondern verteilt sich nach einem kleinen, unachtsamen Schubs über den gesamten Tisch auf meine Hose. Gott sei Dank bleibt der Kaffeebecher stabil stehen und das Mineralwasser nimmt Gott sei Dank auch nicht den direkten Weg in die Tasche der Rückenlehne des Vordersitzes, in dem mein CD Player abgelegt ist, sondern verteilt sich ohne weitere äußere Einflüsse auf meiner Jeans.

    Bis zur ägyptischen Küstenlinie vor Alexandria hat sich gnädigerweise das Wasser auf dem doch recht exponierten Teil meiner Hose wieder spurlos verflüchtigt und lässt keinen Raum mehr für irgendwelche Spekulationen darüber, wie dicht ich die zurückgelegten rd. 3200 Flugkilometer denn nun durchgehalten habe.

    Nach ca. vier Stunden ruhigem Flug, getrieben von einem kräftigen Rückenwind, leitet der Pilot die Landung in Hurghada ein. Kaum sind wir auf dem Vorfeld des Flugplatzes ausgerollt , beginnt das übliche hektische Zusammenraffen des Handgepäcks. Ich verschnüre sorgfältig das Kilo "Zeit", das ich auf dem Kölner Flughafen als Urlaubslektüre für 3.00 € erstanden habe, sorgsam auf der Außenseite meines Rucksacks. Bis wir uns allerdings mit den Hunderten Mitreisenden durch die Passkontrolle geschoben haben, ist mir meine "Zeit" doch irgendwie abhanden gekommen.

    Ein, wenn auch kleiner, so doch herber Verlust.
  • Ankunft Hurghada ca. 19. 45 Uhr

    Nach Abschluss der Einreiseformalitäten und der Entgegennahme des Gepäcks gegen 20.00 Uhr begeben wir uns erwartungsvoll in die Vorhalle des Flughafens, wo eine Unzahl von Agenten der verschiedenen Reiseveranstalter ihre Gäste zum Transfer in die Hotels erwartet.
    Auf uns wartet allerdings niemand, der gebuchte Hoteltransfer scheint also für uns zunächst  auszufallen. Dieser steht nur fein säuberlich auf unserem Papier in den Reiseunterlagen. Irgendwie hat man uns offensichtlich vergessen. Von unserer Reiseagentur vor Ort, der Fa. Elite, ist jedenfalls weit und breit nichts zu sehen. Ein leicht unheimliches Gefühl steigt in uns auf und böse Erinnerungen an Edith‘s Erlebnisse mit dem Pleite gegangenen Reiseveranstalter "Trans-Atlas" werden langsam wach, ohne dass wir über diesen möglichen Supergau auch nur ein Wort verlieren. Hier genügen die bangen Blicke, die wir in unregelmäßigen Abständen austauschen.
  • Nachdem auch die letzten unserer Mitreisenden in die bereit stehenden Bussen verfrachtet sind und die Travel-Agents sich schon wieder auf die Ankunft der nächsten Maschine aus Frankfurt mit einer kleinen Zigarettenpause rüsten, sprechen wir einen TUI Agenten an, zeigen ihm unser Transfer-Voucher und schildern unser, zu diesem Zeitpunkt noch lösbar erscheinendes, vermeintlich kleines Problem. Er kennt unsere Reiseagentur "Elite" nicht und empfiehlt uns spontan, wenn niemand da sei oder niemand komme, den Transfer ins Steigenberger nach El Gouna selbst per Taxi zu organisieren. Auf meine Frage, was so etwas denn kosten dürfe, verrät er uns im Vertrauen, wir sollten auf gar keinen Fall mehr als 100 LE (Ägyptische Pfund) bezahlen. Dieser Tipp erscheint mir ungeheuer wertvoll, denn wir waren in Nordafrika, dem Teil des schwarzen Kontinents, auf dem nichts seinen festen Preis hat und wo um alles zu handeln und zu verhandeln ist. Da wir – fälschlicherweise - davon ausgegangen sind, an diesem Abend kein Ägyptisches Geld mehr zu benötigen, haben wir die Bankschalter in der Ankunftshalle großzügig links und rechts von uns liegen lassen und haben erst einmal kein Geld gewechselt. Dafür wäre ja im Steigenberger bei normalem Verlauf der Dinge noch reichlich Zeit gewesen. Diese Überheblichkeit erweist sich jetzt allerdings als schwerwiegender Fehler, denn in diesen Bereich des Flughafens mit den Geldwechselschaltern können wir nun nicht mehr zurück und wir könnten nun vielleicht doch noch einheimische Währung brauchen. 

    So stehen wir also erst einmal mit unserem gesamten Gepäck und Handgepäck, aber ohne die vielleicht hilfreiche Landeswährung da.

    Nicht zuletzt wegen dieser selbst verschuldeten Mittellosigkeit sehen wir erst einmal davon ab, schon jetzt auf eigene Faust ein Taxi zu nehmen und warten etwa eine Viertelstunde geduldig ab. Vielleicht löst sich ja das Ganze in Wohlgefallen auf.

    Das tut es aber nicht.

    Nachdem zwischenzeitlich auch der größte Teil der Frankfurter Maschine bereits von ihren Gesellschaften abtransportiert ist, verstärkt sich unser Eindruck des Verlassen Seins. Der nette TUI Agent von vorhin erklärt sich nach einigen Verhandlungen nun doch freundlicherweise bereit, gegen eine völlig überzogene Kostenerstattungsforderung von 5 .- € die Firma Elite auf seinem Handy unter der auf dem Voucher angegebenen Nummer anzurufen.

    Ein Strohhalm, an den wir uns jetzt klammern.

    Der TUI Agent erreicht einen gewissen Herrn Mohammed von Elite, der ihm allerdings erklärt, wir seien bei Ihnen nicht avisiert. Das Fahrzeug für einen Transfer sei in Sarfaga, ca. 60 km südlich von Hurghada entfernt. Er wird es uns aber schicken und es könne ca. 45 Minuten dauern, bis wir am Duty Free Shop abgeholt werden. So lange sollen wir uns gedulden. Als Treffpunkt werden die gelben Plastiksesselchen vor dem Duty Free Shop im Außenbereich des Flughafens vereinbart, von denen wir uns von nun an keinen Millimeter mehr weg bewegen.

    Als nach einer Stunde immer noch kein Fahrzeug da ist, die Putzkolonne in Kompaniestärke anrückt und uns förmlich aus dem Flughafengebäude hinausputzt, ruft der freundliche TUI Agent auf unsere inständige Bitte hin noch einmal bei unserem Reiseagenten Elite an. Mohamed, der Nachfahre des Propheten teilt gelöst mit, das Fahrzeug sei bereits ganz in der Nähe. Es ist in spätestens ca. 5 Minuten da. Dass die Zeit in Ägypten anders als bei uns zuhause berechnet wird, daran werden wir auch jetzt wieder nachdrücklich erinnert.

    Wir lernen rasch wieder, einfach Geduld zu haben, schließlich sind wir ja im Urlaub.

    Nach weiteren ca. 20 Minuten kommt tatsächlich ein Auto mit einem Fahrer und einem gewissen Herrn Ashraf von der Fa. Elite. Als Grund für die Verspätung erklärt er uns mit blumigen, gebrochen gesprochenen englischen Worten das hohe Verkehrsaufkommen in und um Hurghada. Mein Einwand, dass es aber allen anderen Reiseveranstaltern gelungen sei, ihre Gäste pünktlich am Flughafen abzuholen und die sich doch bestimmt den gleichen Verkehrsverhältnissen gegenüber sehen, bleibt einfach unbeantwortet. Hier ist also etwas anderes faul aber wir sind erst einmal froh, dass es uns für die Elite Ägyptens nun doch irgendwie gibt und fühlen uns auf gutem Weg, nach dieser "kleinen Panne" nun doch unseren Urlaub wie geplant antreten zu können. Der sich wegen der fortschreitenden Abendstunde abzeichnende Verlust des Abendbüffets im Steigenberger Golf Resort erscheint uns als relativ geringes Übel verschmerzbar. Es hätte ja alles noch viel schlimmer kommen können.

    Dass es schlimmer kommen würde, ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

Fahrt zum Desert Rose Hotel

Nachdem das Gepäck in dem für vier Personen viel zu kleinen Toyota-Fahrzeug mit vereinten Kräften verstaut ist, fahren wir vom hell erleuchteten Flughafengelände auf eine sehr breite, uns aber unbekannte, dunkle Straße. Nach einigen Kilometern mache ich Ashraf darauf aufmerksam, dass unser Fahrer sich verfahren haben müsse. Wir sind nicht auf dem Weg nach El Gouna. El Gouna liegt im Norden Hurghadas .Das Rote Meer, das man von der Straße aus anhand der Beleuchtung der Uferpromenade erahnen konnte, hätte also rechts von uns sein müssen. Das Meer aber, soviel können wir in der Dunkelheit ausmachen, befindet linker Hand von uns. Also fahren wir in entgegen gesetzter Richtung nach Süden. Nach wenigen Kilometern mache ich dem Spuk ein Ende. Ich fordere Ashraf unmissverständlich auf, uns auf der Stelle nach El Gouna zu bringen und zeige ihm unser Hotelvoucher. Auf dem steht eindeutig das Steigenberger Golf Resort als unser gebuchtes Hotel. Ashraf erklärt uns mit blumigen, gebrochen heraus gewürgten englischen Worten, er habe Order, uns nach Hurghada in das Desert Rose Hotel zu bringen.

Hier endet mein Verständnis und ich protestiere, gelinde ausgedrückt, heftig. Ashraf lässt den Fahrer mitten auf der autobahnähnlichen Straße anhalten und ruft erneut seine Firma, den Nachfahren des Propheten, an und gibt mir das Handy, an dem Mohamed in einem sich rapide verschlechternden Englisch herumstammelt. Der will uns sagen, unsere Buchung im Steigenberger Golf sei von TP gecancelled worden. Alles weitere würde uns ein Agent von TP am nächsten Morgen um 10.00 Uhr telefonisch erläutern. Wir seien jetzt jedenfalls auf das Hotel Desert Rose umgebucht.

Hier, mitten in der dunklen Wildnis also erfahren wir zum ersten Mal von dieser Umbuchung. Ich widerspreche sofort heftig und bestehe darauf, ins Steigenberger nach El Gouna, das von uns gebuchte und bezahlte Hotel, gebracht zu werden. Mohamed sagt uns, dass das nicht geht, basta. Wenn wir auf dem Steigenberger bestehen, müssen wir auf eigene Kosten dorthin fahren und das Hotel auch selbst bezahlen. Damit würden aber auch nach dem mir bis dahin unbekannten Ägyptischen Landrecht alle unsere weiteren Ansprüche erlöschen. Letzteres macht dann doch Eindruck auf uns, wissen wir doch nicht, auf wen wir uns da mit TP als Reiseveranstalter eingelassen haben, Wir wissen auch nicht, ob wir jemals, wenn wir jetzt trotz voll bezahlter Reise noch einmal mit den Hotelkosten in Vorlage treten, irgendeinen müden Cent wieder sehen würden.

Unsere Erfahrung mit der Pleite gegangenen Firma Trans-Atlas lässt grüßen.
  • Um 22.30 Uhr kommen wir schließlich im Desert Rose Hotel an. Hier ist nun gar kein Zimmer für uns gebucht. Aus unserem Ärger wird ganz allmählich Wut und Verzweiflung. Es folgen langwierige Verhandlungen und Telefonate in arabisch zwischen Ashraf und dem Nachfahren des Propheten, dem Hotelpersonal sowie dem Hotelmanager und Mohammed etc. Wir stehen quasi als Zuschauer, Gesprächsgegenstand und Opfer in der Lobby während das Personal an der Rezeption versucht, beruhigend und aufmunternd auf uns einzuwirken. Mit beredten Worten machen sie uns ihr angebliches 5 Sterne Hotel schmackhaft. Der irgendwann angebotene Welcome Drink verfehlt bei mir seine Wirkung, ich gebe ihn dem Fahrer.

    So viel aber ist uns bereits hier nach dem ersten Eindruck klar, zwischen dem von uns gebuchten Steigenberger Hotel und dem Desert Rose liegen Welten, die für uns nicht zu überbrücken sind.

    Während Ashraf wieder einmal auf einen Rückruf seines Chefs wartet, lasse ich mich mit dem Steigenberger in El Gouna verbinden. Dort erfahre ich dann die bittere Wahrheit. Für uns sind dort tatsächlich keine Zimmer gebucht. Die Auskunft, dass noch Zimmer verfügbar seien, hilft uns im Moment wegen des ägyptischen Landrechts nicht weiter. Wenn ich weitere Informationen zu unserer Reservierung haben wolle, nämlich ob eine solche überhaupt jemals vorgelegen habe, müsse ich mich am nächsten Tag mit dem Reservierungsmanager in Verbindung setzen. Das wäre also später im Zusammenhang mit möglichen Betrugsvorwürfen zu klären. Steigenberger per Internet verkauft, Desert Rose vor Ort geliefert, Internet - und Eingehungsbetrug? Viele Sachverhaltsfragen sind da noch offen. Alles ist möglich.

    So weit sind wir aber an diesem Abend noch nicht, aber auch gefühlt nicht weit davon entfernt.
     
  • In einem weiteren Gespräch mit dem Nachfahren des Propheten wiederholt der mit gegenüber nur lapidar, der örtliche Reiseagent von TP wird sich am kommenden Morgen um 10.00 Uhr telefonisch bei uns melden und uns alles erläutern. Ich erkläre erneut und nachdrücklich, dass wir auf keinen Fall in diesem Hotel bleiben werden. Wir bestehen darauf, spätestens am nächsten Tag ins Steigenberger umzuziehen.  Ich kündige unseren Rückflug für den nächsten Tag nach Deutschland an. Alles leere Drohungen. Der Nachfahre des Propheten bleibt cool und gibt erneut eine Rechtsbelehrung unter Verweis auf das Ägyptische Landrecht, dass damit all unsere Ansprüche erlöschen würden. Nun verlange ich vom Nachfahren des Propheten, dass ich am nächsten Tag mit dem Agenten von TP persönlich und nicht telefonisch Kontakt aufnehmen könne. Die Reaktion von Mohammed ist niederschmetternd einfach: Er wird um 10.00 Uhr anrufen, persönlich könne er nicht kommen. Bevor Ashraf und der Fahrer sich  verabschieden, schwöre ich sie darauf ein, uns auf jeden Fall am 13.3. um 7.00 Uhr zum Flughafen abzuholen und unsere Rückflüge schriftlich zu bestätigen.

    Um 24.00 Uhr können wir schließlich ein Zimmer beziehen. Wir haben wenigstens ein Dach über dem Kopf und ein Bett. Das für diesen Abend vorgesehene Abendessen für die gebuchte Halbpension ist hinfällig geworden. Wir sind beide fix und fertig, Edith zittert am ganzen Leib vor Aufregung und wir versprechen uns gegenseitig, aus dieser Situation nun das Beste zu machen.

    Es hilft ja alles nichts.

    Nach diesen dieser Erlebnissen wird unsere erste Nacht in Ägypten 2005 kurz und unruhig.
  • Das Zimmer

    Nach Tagesanbruch verschaffen wir uns einen kleinen Eindruck darüber, wo wir jetzt eigentlich gelandet sind. Im Vergleich zum Steigenberger Golf Hotel (rd. 40 qm) sind die Zimmer mit ca. 15 qm hier nicht einmal halb so groß, der Balkon mit ca. 6 qm nicht einmal ein Drittel so groß. Die Rezeption versichert uns zwar, es handelt sich beim Desert Rose Resort um ein 5 Sterne Hotel. Nach unserem Eindruck erreicht jedoch dieses Hotel auch nach den uns bekannten ägyptischen Maßstäben nicht annähernd einen solchen Standard. Jedenfalls ist nirgends erkennbar, ob und wie das Hotel überhaupt kategorisiert ist. Es entspricht nach unserem Eindruck allenfalls einem Hotel der Kategorie drei bis vier Sterne, wie wir schon beim Frühstück feststellen. Weder aus den Hotelprospekten, noch aus den in den Zimmern ausliegenden Geschäfts- Briefbögen geht die Kategorie 5 Sterne hervor.

    Die 5 Sterne sind wahrscheinlich so frei erfunden, wie die Märchen aus 1001 Nacht.

Montag den 28.2.2005

Die Ankündigung, der Repräsentant von TP würde sich um 10.00 Uhr telefonisch mit uns in Verbindung setzen, bleibt, wie all unsere anderen arabischen Wunschträume, natürlich unerfüllt. Um 10.45 Uhr hat noch niemand angerufen. Nein, so ernsthaft habe ich nach diesem Auftakt auch nicht wirklich damit gerechnet, dass nunmehr so etwas klappen sollte.

Uns wurde immer klarer, dass wir hier irgendwie einem Betrug aufgesessen sind, den es jetzt in aller Ruhe zu dokumentieren und aufzuklären gilt.

Jetzt setze ich also erst einmal das während der Wartezeit bereits verfasste Telefax an TP nach Köln in die Zentrale ab. Hier vor Ort gibt es ja niemanden, bei dem wir die mangelhaften Leistungen unseres Reisevertragspartners reklamieren könnten, wie es das Deutsche Reiserecht zur Sicherung der Ansprüche verlangt.  Hier haben wir nur diese lumpige, elitäre Telefonnummer, keine Adresse, nichts. Allenfalls Ansprechpartner, die in größerem Umfang bei Ihrem Englischunterricht in der Schule gefehlt haben müssen.
 

In diesem Fax schildern wir nun unsere Situation nach Köln und fordern unmissverständlich bei Androhung aller erdenklichen rechtlichen und strafrechtlichen Konsequenzen, umgehend im Steigenberger untergebracht zu werden.

In einem weiteren Anruf bei der Fa. Elite um 11.00 Uhr, mahne ich den seit über einer Stunde überfälligen Anruf des TP Repräsentanten an. Mein neuer Mann von Elite am anderen Ende der Leitung aber weiß über gar nichts Bescheid. Weder der Nachfahre des Propheten, der mit seiner Prophezeiung hinsichtlich der Kontaktaufnahme unseres TP Reiseagenten völlig versagt hat, noch Ashraf waren erreichbar. Kannte der die überhaupt?

Ich schildere also dem neuen, noch unverbrauchten Mann kurz unsere Situation, nämlich dass wir das Steigenberger Golf Resort in El Gouna gebucht und bezahlt hätten und nun im Desert Rose gestrandet seien. Ich teile ihm mit, dass wir nun bis 10.45 Uhr auf den versprochenen Anruf des TP Mannes gewartet haben, nun aber auch keine Neigung verspüren, den ganzen Tag am Telefon auf einen vagen Anruf warten zu wollen. Wir bieten an, am Abend um 19.00 Uhr für TP in der Lobby des Desert Rose höchstpersönlich zur Verfügung zu stehen.

Wir nutzen den Rest des Tages, um uns einen Überblick zu verschaffen, wo wir denn die nächsten zwei Wochen nach den Vorstellungen unserer örtlichen, elitären Partner verbringen sollten. Abgesehen davon, dass das Hotel anders als das von uns gebuchte, über keinen 18 Loch Golfplatz verfügt, vermissen wir doch zumindest den geheizten Swimmingpool. Die drei vorhandenen, großzügigen Pools haben eine Temperatur von 16 °C und sind zum Baden allenfalls für in großer Zahl hier untergebrachten russische Eisschwimmer richtig temperiert. Gleiches gilt für das Meer, das eine Temperatur von 19 ° bei heftigem, kalten nordöstlichem Wind aufweist. Es kann also auch nicht von einem bevorstehenden Badeurlaub die Rede sein. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die zwei Wochen bis zu unserem Rückflug am 13.3. hier einfach abzusitzen.

Das Hotel ist zu etwa 25 % belegt, was sich hinsichtlich der Inanspruchnahme der Einrichtungen im Restaurant, den Liegen etc. als vorteilhaft erweist. Allerdings besteht die Kundschaft hier zu weit über 90 % aus russisch sprechenden Mitmenschen, wogegen  zunächst einmal nichts einzuwenden ist. Es sind nicht die trunksüchtigen, wilden Horden, wie man sie aus Reiseberichten über "All inklusiv Hotels" kennt. Vielmehr scheinen sie aus dem zivilisierteren Teil des ehemaligen Zarenreiches zu kommen. Sie sind allesamt ordentlich gekleidet und vergleichsweise zurückhaltend beim Essen und Trinken.

 

Wir verbringen also den Tag auf der Liege. Gegen Nachmittag entschließen wir uns dann, erst einmal die Einkaufsmöglichkeiten außerhalb des Hotels zu erkunden. Es gibt eine größere Ladenzeile auf der gegenüberliegenden Seite der großen Durchgangsstraße, wo es von Touristenschnickschnack über Zigaretten und Getränken doch so einiges für den Reisebedarf zu kaufen gibt. Bis wir unsere Flasche Wasser und die Flasche Cola light erstanden , haben wir sicherlich 30 Mal die Frage beantwortet, wo wir herkämen, ob wir Deutsche seien, ob es uns gut gehe. Ebenso oft haben wir dankend die obligatorische Einladung abgelehnt, uns doch im jeweiligen Laden etwas umzuschauen. Nein, wir brauchen wirklich kein Papyrus, keine Alabaster Sphinx und keine Djalabia, nein danke, und beim besten Willen und allem Verständnis für die derzeit schlecht laufenden Geschäfte auch keinen Schmuck oder Malventee.

Hier also haben wir genau die allgegenwärtige Anmache, die wir auf gar keinen Fall wollen und die es in El Gouna einfach nicht gibt.

Um dem allem noch die Krone aufzusetzen, entschließen wir uns kurzerhand noch mit dem Sammeltaxi nach Hurghada Zentrum zu fahren. Vor Antritt der Fahrt werde ich mit dem Fahrer über den Fahrpreis von 10 LE für zwei Personen einig. Auf der Fahrt entgehen wir im Rahmen eines halsbrecherischen Überholmanövers nur knapp dem Zusammenstoß mit einem anderen Sammeltaxi. Die Fahrer dieser wieselflinken Dieselbusse verstehen sich allesamt offensichtlich als kleine, verkappte Formel 1 Piloten, ohne jedoch wirklich über deren Fahrzeuge, geschweige denn über deren Fähigkeiten zu verfügen. Die übrigen mitfahrenden Gäste überwiegend ägyptischen Ursprungs nehmen diesen Wink Allah's mit dem nahen Paradies erstaunlich gelassen. Als wir am Grand Hotel in Hurghada aussteigen, bezahle ich mit einem 20 LE Schein. Das erscheint dem Fahrer genug und er schickt sich an, weiterfahren. Ich bin allerdings nicht bereit, nun einen 100 % Aufschlag zu bezahlen, der sich allenfalls damit begründen ließe, dass uns der Fahrer mit seiner bravourösen Reaktion nun doch noch nicht endgültig ins Paradies entführt hat. Ich erinnere ihn also überdeutlich an den vereinbarten Fahrpreis von 10 LE und nachdrücklich daran, dass ich noch 10 LE von ihm zurück bekomme. Diese europäische Kleinlichkeit erscheint dem Fahrer wohl schon fast beleidigend. Widerwillig zählte er mir dann erst einmal 8 LE in kleinster Stückelung in die Hand und macht dann erneut Schluss. Nachdem ich dann auch noch die letzten 2 LE erkämpft habe, fährt er unter sicherlich hochgradig beleidigenden Flüchen in arabischer Sprache weiter.
 

Nein, ob und wie viel Trinkgeld ich gebe, bestimme ich hier in Ägypten und nicht er.

Wir bummeln ein wenig durch eine kleine Einkaufsmall gegenüber dem Grand Hotel, trinken einen Kaffee und beobachten interessiert die unbeschwerte, hier überwiegend deutsche Touristenschar. Im Nachhinein betrachtet ist es dieser Aufenthalt in Hurghada Stadt eigentlich gar nicht wert gewesen, unser Leben in dem ägyptischen Sammeltaxi aufs Spiel zu setzen. Die Rückfahrt verläuft, abgesehen von einem ähnlichen Spielchen um den Fahrpreis, unspektakulär. Der ursprünglich verlangte Fahrpreis von 20 LE für die Rückfahrt wird problemlos auf 10 LE heruntergehandelt. Dieser Preis enthält sicherlich noch einen erheblichen "Ungläubigenzuschlag", den der ägyptische Mensch sicher nicht zahlt.

Bezahlt wird am Ende der Fahrt mit dem zuvor vom Taxikollegen verfügbar gemachten Kleingeldschrott.

Am Abend finden wir uns natürlich pünktlich um 19.00 Uhr in der Lobby ein. Es erscheint erwartungsgemäß niemand, weder von TP noch jemand von Elite. Ebenso wenig ist eine Nachricht für uns hinterlegt. Unsere Enttäuschung darüber hält sich in Grenzen, denn eigentlich haben wir auch gar nichts anderes mehr erwartet.

Wir duschen, nehmen unseren Sundowner und gehen zum Essen in den jetzt mit Tischdecken ausstaffierten und aufgepeppten Speisesaal. Damit mutierte das Desert Rose äußerlich nun schon zu einem besserem Hotel aus. Das Essen ist genießbar, wenn auch nicht umwerfend.

Unser Veranstalter und sein örtlicher Agent scheinen nun mit uns ein Katz und Maus Spielchen zu spielen und tauchen im Unterwasserparadies Hurghada erst einmal einfach ab.

Wir geben für heute erst einmal resigniert auf.

So jedenfalls hatten wir uns unseren Urlaub wahrhaftig nicht vorgestellt. Das Schlimme und Ärgerliche an dieser Situation ist, dass nicht mehr wir über die Gestaltung unseres Urlaubs bestimmen sollen, sondern ein gewisser Mohammed, der Nachfahre des Propheten und die bis dahin  untätige Fa. TP in Köln.

Ihnen scheinen wir nun hilflos ausgeliefert, sie scheinen die Spielregeln festzusetzen.

 

Dienstag den 1.3.2003

Der Tag begrüßt uns mit einem milchig verschleierten Himmel. Wenigstens der starke Wind vom Vortag hat sich gelegt. Widerwillig und verunsichert schreiten wir zum Frühstück.

Was wird uns dieser Tag bringen?

Nach dem Frühstück verbringen wir den halben Tag am Strand, der eigentlich kein richtiger Strand ist. Das Ufer zum Meer fällt steil ab und ist mit dicken Wackersteinen befestigt. Nur ein kleines Stückchen Sandstrand von etwa 5 Metern Breite, mit grobem Sand und Kies bedeckt, eröffnet den ungehinderten Zugang ins Wasser. Hier also kann man problemlos in das knöcheltiefe Wasser gelangen. Der gesamte Bereich hier aber ist so flach, dass auch nach hundert Metern im Wasser die Leute noch bis zur Hüfte aus dem Wasser ragen.

Gegen Mittag hat dann die Sonne ihr Tagewerk an uns vollendet und uns die ersten kleinen Brandbläschen zugefügt. Wir ziehen ins Landesinnere auf die Liegen am Pool um, in die Nähe unseres Zimmers.

Gegen 17.00 Uhr gehen wir dann in unser Zimmer, öffnen wie immer ganz vorsichtig die Tür in der Hoffnung, es gäbe doch irgendeine Nachricht für uns.

Aber es gibt gar nichts, über das wir uns hätten freuen können.

Nach dem Duschen lassen wir uns auf unserem winzigen Balkon nieder, beobachten unsere russischen Mitgäste, wie sie so langsam vom Strand kommen, ihr gebuchtes Hotel genießen und trinken unseren Sundowner. Plötzlich klopft es an unserer Tür, bemerkt meine Frau, die direkt an der Balkontür sitzt. Ich selbst hätte es noch nicht einmal gehört.

Sie kommt mit einem großen, weißen Umschlag zurück, auf dem in großen Ziffern unsere Zimmer Nummer 204 prangt. Tatsächlich, das erlösende Fax aus Köln ist da. Inhalt: Spätestens am Donnerstag sollen wir ins Steigenberger oder ein anderes 5 * Hotel in El Gouna umquartiert werden. Der Geschäftsführer persönlich aus Köln will sich darum kümmern. Das ist es. Uns steht die Freude über diese Nachricht feucht ins Gesicht geschrieben. Wir mögen im zweiten Moment das alles gar nicht glauben.

Bei aller Skepsis, wir beide sind jetzt erst einmal ungeheuer erleichtert und unendlich glücklich.

Das nächste Fax nach Köln in dieser Sache, das ich bereits an diesen Abend zum Versand für den kommenden Tag vorbereitet habe, bleibt unverschickt und wird erst einmal ein ungeschriebener Teil dieser Geschichte sein.

Heiter entspannt gehen wir zum Abendessen, doch ohne  richtig Hunger zu haben. Wir verbringen eine weitere, relativ unruhige Nacht in diesem ungeliebten Hotel.

Mittwoch den 2.3.2003

Das Wetter wird immer besser. Auch heute, strahlender Sonnenschein und weiter ansteigende Temperaturen. Die erste Tageshälfte nach dem Frühstück verbringen wir an der Lagune, wo die viel zu laute Musik der Animateure tierisch nervt. Gegen Mittag ist das Kasperle-Theater Animation und damit auch die Hipp-Hopp Musik zu Ende. Nun übernehmen die allgegenwärtigen Hotellautsprecher mit etwas dezenterer, aber immer noch viel zu lauter Musik das Kommando über die gesamte Hotelanlage und kämpfen gegen den Baulärm der benachbarten Großbaustelle, allerdings mit wenig Erfolg, an.

Gegen 13.00 Uhr ziehen wir wieder um an den Pool, um den restlichen Teil des Tages hier im Schatten unter Palmen zu verbringen. Irgendwie müssen wir noch einen Versorgungsgang machen, denn unsere Zigaretten und das Cola Light gehen zur Neige.

Dass wir bis zum Abendessen noch keine weiteren Informationen zum Gang unserer bevorstehenden Umquartierung kennen, beunruhigt uns nicht weiter. Wir genießen das Abendessen in der sicheren Erwartung, dass sich ja nun spätestens am morgigen Donnerstag etwas tun muss.

Gegen 21.00 Uhr schließlich klingelt das Telefon. Unser "Ashraf" von Elite ist in der Leitung und teilt uns in verheerendem Englisch mit, er würde uns am nächsten Tag um 15.00 Uhr im Hotel abholen. Auf meine Frage, wohin er uns denn bringen wolle, antwortet er, zum Flughafen nach Hurghada. Nun klingeln bei mir sofort wieder alle Alarmglocken. Ich erwidere cool, diesen Weg könne er sich sparen. Wir werden auf keinen Fall mit ihm zum Flughafen fahren. Er ist nun hörbar konsterniert und verspricht, in fünf Minuten wieder anzurufen. Er müsse erst noch einmal mit seinem Chef Mohamed sprechen. Er kann sicher überhaupt nicht verstehen, warum wir für seine angebotene Erlösung nicht in unendlicher Dankbarkeit versinken. Erneut steigen finstere Gedanken in uns beiden hoch, die sich bis zur Angst steigern, wir könnten wegen all des Durcheinanders, den wir hier bislang verursacht haben, auch einfach entführt werden.

Jedenfalls sind wir uns einig, vor dem 13.3. fahren wir nicht zum Flughafen.

Nach weiteren 10 Minuten ruft der Unglücksrabe Ashraf tatsächlich wieder an und sagt: "Morgen um 15.00 Uhr spielen wir Golf." Ich frage ihn, was das denn nun wieder zu bedeuten hätte. Er sagt, er habe den Auftrag, uns nach El Gouna zu bringen. Ich fragte, in welches Hotel? Er stammelt, irgend etwas mit St..., denn er kann den Namen Steigenberger offensichtlich immer noch nicht fehlerfrei aussprechen, obwohl er ihn von mir unzählige Male in den verschiedensten Tonlagen gehört hatte. Ashraf ist in dieser Situation also weit entfernt vom "elitären Profi" der Fa. Elite. Ich hake nach: ins Steigenberger Golf Resort? Ja, Steigenberger. O.k. sage ich, morgen um 15.00 Uhr.

Jetzt sind wir aber erst einmal wieder völlig irritiert. War das eine Finte? Was ist, wenn wir erst einmal aus diesem Hotel draußen sind und im Steigenberger keiner von irgendetwas etwas weiß? Stehen wir dann ganz und gar auf der Straße oder gar in der Wüste? Also, das muss geklärt werden und zwar sofort.

Wir gehen zur Rezeption, wo der freundliche junge Mann Dienst hat, der uns bereits am Abend unserer Ankunft in Empfang genommen und den ganzen Ärger über unsere Fehl- und Umleitungen mitbekommen hat. Ich bitte ihn, uns mit dem Steigenberger El Gouna zu verbinden. Dort müsste man nun  ja wissen, ob Zimmer für uns reserviert und natürlich auch bezahlt sind. Nach nur wenigen Minuten habe ich das Steigenberger in der Leitung, kann mich aber meinem Gegenüber in Englisch offensichtlich doch nicht so richtig verständlich machen. Nun übernimmt der Mann an der Rezeption auf arabisch das Gespräch und siehe da, für uns ist tatsächlich im Steigenberger für 10 Nächte ein Doppelzimmer reserviert.

Es scheint nun endlich doch tatsächlich alles in Ordnung zu gehen.

So richtig beruhigt sind wir aber nach all unseren bisherigen Erlebnissen im Land der Propheten, Sphinx und Pharaonen immer noch nicht und lesen beide in unseren Büchern bis spät in die Nacht. Was sollte dieses Intermezzo mit der Fahrt zum Flughafen am Donnerstag? Wir können alles erst so richtig glauben, wenn wir tatsächlich am Donnerstag in El Gouna, im Steigenberger eingetroffen sind.

Mit diesen Gedanken schlafen wir ein und verbringen schließlich doch noch eine relativ gute Nacht.
 

Donnerstag den 3.3.2005

Endlich: Am Ziel unserer Träume, El Gouna

Wir haben beide gut geschlafen. Nach dem Frühstück beginnt Edith die Koffer zu packen. Die Zeit bis zu unserer Abreise wollen wir noch am Pool verbringen. Für den Fall, dass wir tatsächlich, wie hier üblich das Zimmer bis 12.00 Uhr räumen müssen, sind wir vorbereitet. Jedenfalls ginge dann aber auch ein weiterer halber Urlaubstag wegen dieses Umzuges für uns verloren. Das kostet !

Wir haben uns um diesen Punkt aber einfach gar nicht gekümmert und unserem Zimmerboy am Morgen nur gesagt, er brauche heute nicht zu putzen, wir würden ausziehen und danach könne er das Zimmer ja sauber machen. Wir verbringen den Vormittag am Pool und gehen gegen 13.45 Uhr auf unser Zimmer. Geduscht und gepackt ist flott und um 14.30 Uhr bewegen wir uns in Richtung Lobby. Hier erwartet uns tatsächlich bereits ein etwas zerknirscht dreinschauender Ashraf.

Zunächst wollen wir noch unsere Getränkerechnung bezahlen. Der aufmerksame Mensch an der Rezeption erzählt uns dabei ganz beflissen, dass vor ca. 10 Minuten ein Boss von TP aus Köln eingetroffen sei. Er sei jetzt mit einem Ägypter, wahrscheinlich dem Nachfahren des Propheten, beim Essen und würde um 15.00 Uhr kommen. Wir trinken einen Kaffee und es wird 15.00 Uhr und es kommt niemand. Also fragen wir Ashraf, was denn nun sei? Er sagt, der TP Boss aus Köln würde zu uns ins Steigenberger kommen. Wenn ich aber darauf bestünde, würde er anrufen und fragen, ob wir ihn sprechen könnten. Ich meine, es ist besser, wir würden direkt mit ihm sprechen. Dann aber, so wurde uns nach einem kurzen Telefonat ausgerichtet, müssen wir noch eine weitere halbe bis ganze Stunde hier warten. Da wir das nicht wollen und mich diese Arroganz schon wieder auf die Palme zu bringen droht, lassen wir uns nach El Gouna fahren. Auf der Fahrt stellt sich heraus, dass sich weder der Fahrer noch Ashraf hier überhaupt auskennen. Auf uns macht es den Eindruck, als würden sie zum ersten Mal in ihrem nicht allzu jungen Leben von Hurghada nach El Gouna fahren. Es geht hin und her, vor und zurück, bis sie endlich die angeblich richtige Straße an Hurghada vorbei durch die Wüste finden. Unsere Befürchtung, nun vielleicht doch noch entführt oder mitten in der Wüste abgesetzt zu werden weicht erst, als wir tatsächlich die ersten Gebäude und die freistehende Moschee von El Gouna wieder erkennen.

Am Kontrollposten eingangs El Gouna fragt der Fahrer nach dem Steigenberger, sicheres Zeichen für uns, dass beide zuvor niemals hier gewesen sein können. Nach einigem Suchen finden wir dann tatsächlich das Steigenberger. Hier werden wir herzlich willkommen geheißen von der kleinen Sächsin an der Rezeption, die ich vom Dialekt her zunächst nach Hessen verfrachtet hätte. Der Gepäckboy wird gerufen und begrüßt uns sofort mit: Welcome Home again. Er erinnert sich sofort, dass wir auch im vergangenen Jahr bereits hier gewesen sind. Wir sind einfach sprachlos. Nun also, nach 4 Tagen sind wir an unserem eigentlichen Reiseziel, dem Steigenberger Golf Resort in El Gouna. Das Haus hat sein Versprechen wahr gemacht und uns ein Zimmer im Erdgeschoss direkt am Swimming Pool gegeben, wie von mir in meiner e-mail vorab gewünscht. Direkt daneben das Restaurant und die Lobby, also kürzeste Wege. Ein wunderbar großes Zimmer mit einer großzügigen Terrasse, einem Riesenbadezimmer und zwei begehbaren Schränken. Flott ist alles an Ort und Stelle eingeräumt.

Unser Urlaub kann hier und jetzt beginnen.

Gegen 18.00 Uhr erscheint tatsächlich der smarte Geschäftsführer von TP aus Köln mit einem ganzen Strauß von Entschuldigungen und Erklärungen. Angeblich war die Überweisung der Unterbringungskosten von TP an Steigenberger, mit der ein neuer Mitarbeiter in Köln betraut war, schief gelaufen. Das Geld kam aus Ägypten zurück, der Mitarbeiter war krank, keiner hat gemerkt, dass die Zimmer nicht bezahlt waren. Jedenfalls hat Steigenberger kurzerhand unsere Zimmerbuchung storniert.

Wir hören uns alles geduldig schweigend an und präsentieren am Ende schlicht unsere Forderung in Höhe von 400 € cash für den ganzen Ärger auf den Tisch des Hauses. Nach kurzer Überlegung bietet TP 300 € an und wir beendeten mit der Barzahlung dieses Betrages die ganze Diskussion. Schließlich sind wir in einem arabischen Land, Handeln macht Spaß.  Ein kurzer schriftlicher Vergleich wird aufgesetzt, von beiden Seiten unterschrieben. Thema erledigt. Die drei Bier gehen auf TP.

Dieses unrühmliche und aufregende Kapitel ist damit für alle Seiten zufrieden stellend beendet.

Wir genießen das wunderschöne Abendessen und sinken todmüde aber glücklich in die Betten.

 

Freitag den 4.3.2005

Der morgendliche Himmel über El Gouna ist milchig weiß und es weht ein kühler, heftiger Westwind. Gemütlich machen wir uns auf zu unserem üppigen Frühstück auf der Terrasse und nachdem das nach gut 2 Stunden absolviert ist, begeben wir uns auf unsere Liegen am Pool. Der Himmel hat sich zwischenzeitlich aufgeklart und die Sonne kann unsere Körper ungehindert braten. Allerdings zerrt der heftige Wind den ganzen Tag lang an unserem schweren Sonnenschirm, so dass wir Sorge haben, er würde umfallen und uns oder unsere Liegennachbarn erschlagen. Ein schöner Tod? Gegen 15.00 Uhr gehen wir dann unter die Dusche, denn Downtown El Gouna ist für heute Nachmittag noch angesagt. Wir fahren mit dem Bus an die Marina und Edith kann hier das letzte von 2 Zigarettenetuis aus Stoff für sich sichern.

Nach diesem Kauf geht es zurück ins Städtchen in den Supermarkt, wo wir unseren Vorrat an LM und Cola aufstocken. Hier stellen wir fest, dass es die gleichen Zigaretten, die wir geglaubt hatten, in Hurghada mit 60 LE schon günstig eingekauft zu haben, für schlappe 47,40 LE gibt. Also haben wir in Hurghada einfach einmal wieder den "Ungäubigenzuschlag" zuviel bezahlt. Unser jetziger Verkäufer hier ist koptischer Christ, ob das etwas zu sagen hat? Eher nicht. Handeln macht Spaß, ist ein arabischer Spruch und man muss wissen, dass es für den moslemischen Menschen offensichtlich einen verschwindend geringen Unrechtsgehalt hat, einen vermeintlichen Christenmenschen übers Ohr zu hauen. Diese kleinen Unregelmäßigkeiten versperren ihm sicherlich nicht nachhaltig den Weg ins Paradies seinen unendlich vielen Jungfrauen.

Gegen 18.30 Uhr sind wir zurück und genießen den Abend am spanischen Büffet. Neben einigen kleineren Spezialitäten, wie einer leckeren Fischsuppe und mit Kräutern überbackenem Baguette schlemmen wir Paella mit Tintenfischsalat. Danach gibt es eine exzellente Lammkeule mit Safranreis. Zum Schluss noch was Süßes und eine gute Tasse Kaffee.

So klingt auch dieser Tag als unser erster richtiger und kompletter Steigenberger-Tag wunderschön aus.

Samstag den 5.3.2005

Gegen 7.00 Uhr ist die Nacht um, nachdem wir am Abend zuvor ja mit den Hühnern schlafen gingen. Ein Morgenzigarettchen auf der Terrasse und dann mache ich mich zu einem etwa einstündigen Spaziergang um die Lagune auf. Die Sonne scheint und der heftige Wind versucht hartnäckig, die letzten Schleierwolken der Nacht in die Wüste zu treiben.

Von der gegenüberliegenden Seite der Lagune macht das Steigenberger schon einen gewaltigen Eindruck, einfach auch vom Baustil her ein schönes Hotel, das sich perfekt in die Lagunenlandschaft einpasst.

Wieder zurück im Zimmer ist auch Edith wieder unter den Lebenden angekommen und wir genießen gemeinsam das opulente Frühstück auf der Terrasse unter der immer stärker werdenden Sonne.

Dann ist einmal mehr Sonnenbaden am Pool angesagt. Gegen 15.00 Uhr reicht es und wir gönnen unserer strapazierten Haut eine Erholungspause. Mit dem Shuttle Bus geht es noch einmal nach Downtown, ein wenig Shopping, nichts Großes, nur die kleinen Dinge unseres täglichen Bedarfs. Eine kleine Abwechslung.

Sonntag dem 6.3.2005 und Montag den 7.3.2005

Auch der Sonntag und der Montag sind geprägt von süßem Nichtstun. Wir genießen einfach das gute Essen, die angenehmen Temperaturen der Luft und im Pool. Lesen und Dösen ist angesagt.

Pünktlich wie vereinbart kommt auch der Geschäftsführer von TP am Montag Morgen noch einmal ins Hotel und führt uns den neuen Gästebetreuer vor Ort vor. Elite ist gefeuert. Nach ein wenig Small Talk und einem Cappuccino entlasse ich die beiden wieder, damit sie ihren sicherlich wichtigeren Geschäften in Ägypten nachgehen können. Damit ist auch in dieser Beziehung zum Reiseveranstalter alles in Ordnung, wir haben was wir wollen.

Das Steigenberger als optimale Unterkunft; in der es uns an nichts fehlt und herrlichstes Wetter.

Dienstag den 8.3.2005

Wie mit Frank bereits in Deutschland vereinbart, habe ich mein Handy seit Montag auf Empfang und tatsächlich rumort das Teil beim Frühstück mit einer SMS los, in der Frank und Manuela ihren Besuch bei uns im Steigenberger ankündigen. Ich versuche sofort zurück zu rufen, aber irgendwie schafft das ägyptische Telefonnetz mit meinem Provider O 2 das nicht, Frank auf seinem Handy, nur wenige Kilometer südlich von uns, zu erreichen. Auch diese kleinen Unzulänglichkeiten machen, in der richtigen Umgebung den Charme eines Aufenthalts in diesem arabischen Land aus. Erfolgreich bin ich am Ende damit, Frank über das Festnetz des Hotels an die Strippe zu bekommen und ihm kurz zu erklären, wie die beiden es schaffen können, uns hier von Hurghada aus in weniger als 4 Tagen per Bus zu erreichen.

Wir liegen noch nicht lange am Pool, da tauchen die beiden auf. Sie sind mit einem Taxibus direkt ins Steigenberger vor die Tür gekommen, haben allerdings für ägyptische Verhältnisse ein Vermögen dafür gezahlt und sind, wie sich später herausstellt, beim Bezahlen auch noch um rd. 100 LE vom Fahrer betrogen worden.

Handeln macht Spaß, siehe oben !!

Nichtsdestotrotz verbringen wir zunächst einmal ein paar schöne Stunden im Hotel und auf der Golfanlage. Am frühen Nachmittag machen wir uns auf, mit dem Boot nach Downtown zu fahren. Allerdings fällt das Shuttle Boot aus für uns unerklärlichen Gründen an diesem Nachmittag schlicht ersatzlos aus, so dass wir nach über einer langen Stunde des Wartens dann doch den Bus in die Stadt nehmen. Der Charme der Unzulänglichkeit Ägyptens.

Don't worry, be happy.

Wir schlendern an der Marina entlang, bewundern die schweren Pötte aus aller Herren Länder, die hier vertäut liegen und nehmen am Ende des Hafens an der Ausfahrt zum offenen Roten Meer unseren Sundowner, Sakara Gold.

Gegen 17.00 Uhr schickt die Sonne sich an, hinter den Wüstenbergen schlafen zu gehen. Nun heißt es auch für uns, Abschied von Frank und Manuela zu nehmen. Wir setzen die beiden in den El Gouna Bus, der sie für 5 LE nach Hurghada bringen wird. Dort noch einmal umsteigen und sie sind in ihrem Hotel. So geht für uns alle ein etwas anderer, aber nicht minder schöner Urlaubstag zu Ende.

Mittwoch den 9.3.2005

Irgendwie hat sich schon am Vorabend ein Wetterumschwung angekündigt. Jedenfalls kommt in der Nacht ein Wind auf, der nun dickere Wolken bringt. Gegen die anzukommen, hat die Sonne am Morgen  ihre liebe Not. Unseren ursprünglichen Plan, den heutigen Tag an der Mangroven Beach des Hotels zu verbringen, geben wir einfach wegen des Wetters auf, denn es ist einfach zu frisch und zu windig für den Strand. Gegen Mittag hat es die Sonne dann aber doch für einige Stunden geschafft, die Wolken beiseite zu schieben. Gegen 15.00 Uhr ist es mit der Sonnenherrlichkeit wieder vorbei, der Wind wird wieder stärker und es wird wesentlich kühler. Wir ziehen uns in die Gemächer zurück.

Gegen 18.00 Uhr kommt vereinbarungsgemäß der Anruf unseres neuen Reiseagenten von Dynasty Travel, der uns die weiteren Details unserer Rückreise telefonisch erläutert. Anschließend begeben wir uns zum Dinner. Heute ist ein Deutsch-Schweizerisches Buffet angesagt. Neben der Gulasch- und einer Art Käsesuppe sind Reibekuchen, Leberkäse, Spätzle und allerlei andere bekannte Speisen auf dem Plan. Herrlich auch wieder das Dessert Buffet mit lauter leckeren Sachen.

Auf dem Rückweg ins Zimmer bemerken wir, dass das Wetter nun doch total umzuschlagen scheint. Es ist merklich kühler geworden und der Wind hat kräftig zugelegt.

Donnerstag den 10.3.2005

Als wir uns gegen 6.00 Uhr zum ersten Mal auf die Terrasse hinaus wagen, sehen wir den kräftigen Nordwestwind an den Palmen rütteln. Der lausig kalte Wind pfeift durch die verwinkelte Anlage und der Himmel ist wieder einmal mit milchig weißen Wolken zugezogen. Es scheint also erst einmal vorbei zu sein mit dem frühsommerlichen Badewetter.

Um irgendwie über die Zeit zu kommen, nehmen wir einen zweiten Anlauf, mit dem Shuttle Boot Downtown zu fahren und siehe da, dieses Mal klappt es. Nach einem kleinen Stadtbummel hat es gegen Mittag auch die Sonne geschafft, die hochfliegenden Wolken aufzuzehren. Den Rest besorgt der immer noch stramme Nordwestwind. Es klart also so weit auf, dass die zweite Tageshälfte auf der Liege kein nicht zu bestehendes Abenteuer mehr ist. So wird also auch dieser Tag nach dem etwas verunglückten Start am Morgen doch noch ganz schön.

Der Tag klingt am Abend mit einem französischen Buffet aus. Zwiebelsuppe, Coque au vin mit Kartoffelgratin und ein üppiges Nachtischbuffet bilden den kulinarischen Abschluss dieses Tages.

Freitag den 11.3.2005

Der nächtliche Sturm in der Nacht hat die grauen Wolken komplett vertrieben und ein klarer, südlicher Sternenhimmel wölbt sich über El Gouna. Der Wind hat merklich nachgelassen, ohne aber ganz eingeschlafen zu sein. Nun liegt es an der Sonne, das abgekühlte Land wieder aufzuheizen. Konnte man es am Anfang des Tages auf der Liege nur mit einem leichten T-Shirt aushalten, so ist dieses wärmende Kleidungsstück gegen Mittag überflüssig geworden. Die Sonne scheint wunderbar und ungehindert von einem strahlend blauen Himmel und der Wind hat sich zu einer, wenn auch teils böigen Brise, abgeschwächt.

Am späten Nachmittag fahren wir dann mit dem Shuttle Bus noch einmal ins Städtchen, um die letzten Einkäufe vor der Abreise zu erledigen. Dann geht es zurück zu einem wunderbaren Buffet unter dem Motto:

"Marokko bittet zu Tisch."

Auf dem Weg zurück ins Zimmer stellen wir erneut fest, dass die Temperaturen bei weiter auffrischendem Wind an diesem Abend doch wieder ziemlich in den Keller gegangen sind.

 

Samstag den 12.3.2005

Strahlend blau wölbt sich der Himmel an diesem Morgen über der Küste des Roten Meeres, kein Wölkchen stört den Sonnenstern aber der Wind bläst weiter konstant aus Richtung Westen. Nach dem Frühstück hat sich die Sonne so weit über den Horizont geschoben, dass sie merklich beginnt, die Luft aufzuwärmen. Allerdings dauert das seine Zeit. Während Edith es sich auf der Liege am Pool gemütlich macht, ziehe ich mich auf die Terrasse an der Lobby zurück, um hier in aller Ruhe die restlichen Arbeiten in Sachen Reisetagebuch am Laptop zu erledigen. Mit den steigenden Temperaturen finden auch die zahllosen Mücken ihren Weg auf die windgeschützte Lobbyterrasse und zu mir. Schnell belagern sie alle möglichen und unmöglichen Stellen meines Körpers und bald habe ich nicht mehr genug Hände, um gleichzeitig Mücken abzuwehren und die Tastatur des Laptop zu bedienen. So ergebe ich mich bald kampflos der Mückenschar und verziehe mich auf die Liege am Pool. Nach dem obligatorischen Mittags-Cappuccino an der Lagoon Bar macht sich Edith zu einem Rundgang um die Lagune auf und kommt mit einer respektablen Muschelsammlung zurück. Gegen 14.00 Uhr schwimme ich meine letzten Runden hier und verziehe mich dann auf das Zimmer, bevor mich der Wind vollständig ausgekühlt hat. 

So also klingt dieser letzte Sonnentag allmählich aus, der gleichzeitig unser letzter Urlaubstag in El Gouna sein soll. Am späten Nachmittag heißt es dann Koffer packen.

Als Dinner wartet am Abend noch ein ausgedehntes Barbeque auf uns. Dann heißt es Abschied nehmen von El Gouna und dem Steigenberger Golf Resort.

Erstaunlich, wie weit wir die anfänglichen Schwierigkeiten mit unserem diesjährigen Urlaub mit all seinen Irrungen und Wirrungen bereits nach diesen 10 Tagen hier im Steigenberger verdrängt haben.

Sonntag den 13.3.2005

Für 5.30 Uhr ist Wecken angesagt. Die Koffer stehen weitestgehend gepackt bereit. Nach kurzer Morgentoilette sind wir bereit, um 6.45 Uhr von Dynasty Travel zum Flughafen Hurghada abgeholt zu werden. Überpünktlich kommt der dienstbare Geist von Travel Dynasty und holt uns ab. In rascher Fahrt geht es dann eine dreiviertel Stunde durch die Wüste zum Flughafen. Die Eincheckformalitäten sind rasch absolviert und fast pünktlich heben wir in Richtung Norden ab . Bei heftigem Gegenwind von über 200 km/h schieb sich unsere Boeing 747/800 über Kairo - Alexandria - Athen - die Adria und Italien in Richtung Norden über das teilweise noch tief verschneite Deutschland. Nach reichlich 5 Stunden Flug erreichen wir Köln. Der Rest mit Flughafenbus und Zug nach Sinzig ist Routine. Gegen 16.30 Uhr hat uns Königsfeld wieder.

Eine interessante, teils aufregende und doch unter dem Strich sehr schöne Reise geht zu Ende.

Bildergalerie Ägypten 2005