Oman

allgemeine Informationen, Reisetipps


Die haben Vorfahrt

Reisezeit: 5. bis 19 Juni 2005

 

Hauptstadt Muscat: 5. bis 7. Juni

Wetter:

Temperaturen ca. 43 ° C

Nachts kaum kühler

Leicht windig

Klarer, wolkenloser Himmel

Relativ geringe Luftfeuchtigkeit.

Subjektives Empfinden: Sehr heiß

Allgemein:

Muscat macht einen sehr modernen, sauberen und ordentlichen Eindruck. Der Verkehr ist lebhaft, aber äußerst diszipliniert.

Die Stadt erstreckt sich über fast 50 Kilometer am Meer entlang.

Die Architektur sämtlicher Gebäude im neuen Teil von Muscat ist aufgelockert, interessant mit vielen arabischen Stilelementen (Bögen, Tore, Ornamente).

Die Gebäude sind großzügig angelegt mit großen, parkartigen Umgriffsflächen. Palmen und verschiedenfarbig blühende Büsche beherrschen das Straßenbild. Besonders herausgehoben erscheinen die staatlichen Gebäude und das Botschaftsviertel.

Imposant ist die neu erbaute, große Moschee, die über 15.000 Besuchern Platz bietet.

Das Viertel um den alten Hafen ist sehr ursprünglich. Enge und schmale Gassen hinter der Corniche (Strandpromenade) bilden die alte Bausubstanz und beherrschen das Stadtbild. Alles ist sehr sauber und ordentlich.

Leute:

Die Menschen sind hier eher hellhäutig. Die Bevölkerung ist ausnahmslos freundlich aufgeschlossen und sehr hilfsbereit. Es gibt keine Bettelei oder Anmache. Die männlichen Omanis tragen ganz überwiegend ihre Landestracht, einen weißen Umhang mit einem Käppi, das reich mit gestickten Ornamenten verziert ist. Die Frauen gehen überwiegend in langen schwarzen Gewändern, teils mit Kopftuch oder das Gesicht völlig verschleiert. Teilweise tragen sie Gesichtsmasken, die nur die Augen frei geben. Auch soweit Frauen im Service arbeiten, sei es an der Rezeption im Hotel oder im Supermarkt, tragen sie ihre schwarze Tracht und Kopftuch.

Einen großen Teil der Bevölkerung machen Ausländer (Expatriots) aus. Vor allen Dingen Inder und Pakistanis. Es gibt aber auch sehr viele andere Nationalitäten als Gastarbeiter, die ebenfalls überwiegend aus dem asiatischen Raum kommen. Hier dominieren Perser, Indonesier, Singhalesen, Thais, Koreaner und vereinzelt Chinesen. Ausländer sind leicht an ihrer westlichen Kleidung zu erkennen.

Salalah 8. bis 19. Juni

Wetter:

Das Klima zur Zeit unseres Besuches war schwül und heiß.

Temperaturen an der Küste um die 34 ° C tagsüber, nachts kaum Abkühlung. Im Landesinneren und Richtung Jemen über 40 ° C. An der Küste weht ständig ein teils frischer, aber sehr warmer und feuchter Wind von der Seeseite (Indischeer Ozean) her. Nachts bewölkt es sich über dem Gebirge, am Tage hohe Schleierwolken bzw. wolkenlos.

Es ist jetzt die Zeit kurz vor dem Monsun, der nach der Schilderung der Einheimischen mit dichtem Nebel und feinem Nieselregen einhergeht. Die Dauer wird unterschiedlich angegeben. Normalerweise in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August. Nach Auskunft unseres Hotels soll der Monsun in der Saison 2005 von Mitte Juli bis Ende August dauern.

In der Monsunzeit ziehen dichte, Nebel über das Land, die sehr viel Feuchtigkeit mitbringen und so in der Region eine üppige Vegetation gewährleisten. Der Monsun ist auf die Region Dhafour und hier auf die dem Meer zugewandte Seite des bis über 100o m hoch aufsteigenden Gebirges beschränkt. Hinter der Gebirgskette beginnt unmittelbar die große Wüste, in der es so gut wie nie regnet.

Stadt:

Salalah ist eine moderne, großzügig angelegte, saubere Stadt. Sie ist Sitz der Regionalverwaltung. Besonders interessant ist das Stadtzentrum mit seinen vielen kleinen Geschäften. Des weiteren sehenswert ist die Strandpromenade, die am Abend mit Treffpunkt der Bevölkerung aller Schichten ist. Am Rande der Stadt dehnen sich große, künstlich bewässerte Plantagen aus. Palmen, Bananen, Gemüse und Obst werden hier in großem Stil angebaut.

Etwa 15 km außerhalb der Stadt im Westen liegt der große Handelshafen von Salalah, der allerdings nicht besichtigt werden kann.

Verkehr:

Der Verkehr im Stadtzentrum ist lebhaft aber äußerst diszipliniert. Auf gar keinen Fall hektisch. Außerhalb der Stadt ist so gut wie kein Straßenverkehr. Kamele laufen ungehütet frei in der Landschaft umher, vergleichbar wie bei uns die Hunde. Hier ist Vorsicht geboten, denn sie können unvermittelt die Fahrbahn kreuzen.

Es empfiehlt sich in Salalah, sowohl im Hilton als auch im Crowne Plaza einen Mietwagen zu nehmen. Beide Hotels liegen relativ weit außerhalb der Stadt und man spart sich damit den täglichen Kampf um die Taxipreise, die wir nun einmal nicht gewohnt sind, auszuhandeln. Die Taxis verfügen nämlich über keine Taxometer und der Preis ist Verhandlungssache. Da man aber in der Regel keine Ahnung hat, welche Entfernungen zum angestrebten Ziel zurückzulegen sind, ist es schwierig, hier im Voraus einen angemessenen Preis zu finden bzw. auszuhandeln. Wir hatten unseren Wagen bereits in Deutschland gebucht. Nach Auskunft von Budget, unserem Vermieter hier macht es aber preislich keinen großen Unterschied. Jedenfalls erschließt sich einem das Land und die Stadt in ungleich höherem Maße, wenn man über ein eigenes Auto verfügt. Ansonsten dürfte man große Probleme haben, auch einmal etwas außerhalb der Hotelanlage kennen zu lernen. Die angebotenen, organisierten Touren in die Umgebung sind wie überall relativ teuer.

Zur Anmietung eines Autos sind Reisepass, Führerschein und internationaler Führerschein sowie eine gängige Kreditkarte (z.B. American Express, Master- oder Visa Card) wegen der sonst in bar fälligen Kaution für den Selbstbehalt bei Kaskoschäden erforderlich.

Es ist relativ unproblematisch, sich mit dem Auto durch das Land zu bewegen, sieht man einmal von der teils nur in arabisch vorhandenen und auch ansonsten recht eigenwilligen und teils spärlichen Beschilderung ab. Man geht aber keinesfalls verloren und sollte allerdings bei der Benutzung von unbekannten, unbefestigten Straßen nach der Devise verfahren, im Zweifel nicht. Der Verkehr in der Stadt ist zwar teils recht lebhaft, aber man fährt rücksichtsvoll und diszipliniert. Da haben wir in anderen arabischen Ländern schon sehr viel Schlimmeres erlebt. Das Hupverbot in Salalah tut ein übriges zur akustischen Verkehrsberuhigung. Die Geschwindigkeitsvorschriften werden eingehalten. Polizei bzw. Verkehrskontrollen sind so gut wie nicht präsent.

Der kleine, aber sehr ordentliche Flughafen von Salalah wird 2 mal Täglich von Muscat angeflogen. Es gibt daneben noch internationale Flugverbindungen nach Dubai und in die Emirate. Ansonsten ist Salalah nur über Muscat international angebunden.

Des weiteren gibt es mehrmals täglich preiswerte Überland-Busverbindungen nach Muscat. Fahrzeit ca. 12 Stunden für ca. 1000 Kilometer.

Leute:

Die Menschen in Dhofar sind sehr zuvorkommend und hilfsbereit.

Gute bzw. ausreichende Englischkenntnisse sind allerdings für nicht betreute Reisen im Land unabdingbar. Englisch ist neben arabisch und Hindi die zweite Amtsprache. Die Straßenbeschilderung ist zweisprachig, arabische und Lateinische Schrift. Die Beschilderung in den Städten ist überwiegend gut, auf dem Land teilweise dürftig und teilweise nur in arabisch. Hier ist ein wenig Kombinationsgabe gefragt.

Landschaft:

Die Region Dofhar um Salalah ist der Garten des Oman. Ein großes, halbrundes Gebirge, mit ca. 1000 m hoch aufsteigenden Bergen schirmt die Region von der großen saudi-arabischen Wüste ab. Hier regnet sich in den Sommermonaten Juli, August der Monsun aus und verwandelt die Region in eine blühende Landschaft.

Ansonsten besteht das Gebiet aus karstigem, kahlem Gebirge und weitläufigen, ausgetrockneten Flusstälern (Wadis). Zum Meer hin gibt es kilometerlange, weiße unberührte Sandstrände. Hinter Salalah nach Westen reicht das Gebirge bis unmittelbar an den Indischen Ozean und fällt dort steil ab ins Meer.

Richtung Osten weicht das Gebirge mehrere Kilometer vom Meer zurück. Das Land zieht sich also in einer breiten, nur äußerst spärlich bewachsenen, kargen Ebene bis Mirbat hin. Es ist jedenfalls lohnend, die kleinen Städte entlang der Küste zu besuchen. Ausflüge ins Gebirge lohnen wegen der atemberaubenden Landschaft.

Stromversorgung:

220 V Wechselstrom

Steckdosenadapter erforderlich. Diese sind an der Hotelrezeption erhältlich.

Dünne Stecker können in die Steckdosen auch ohne Adapter eingeführt werden, wenn man mit einem spitzen Gegenstand (etwa Streichholz) den oberen Sicherungsstift zurück drückt. Ein Trick, den mir in Sri Lanka ein Hotelbediensteter gezeigt hatte, wo wir über mehrere Tage vergeblich einem Adapter hinterhergelaufen waren.

Zeitung:

Während wir im Holiday Inn in Muscat täglich mit einer Tageszeitung (inklusive) beliefert wurden, gab es im Hilton keine Zeitung. Auf meine entsprechende Anfrage bekam ich am Nachmittag die Zeitung gegen Extra Bezahlung aufs Zimmer geliefert. Sie wird angeblich täglich von Muscat eingeflogen und kann daher erst am Nachmittag geliefert werden.

Getränke:

Die Getränkepreise im Hilton, Salalah, sind exorbitant hoch. Eine große Flasche Mineralwasser, die im Supermarkt für ca. 0,150 OR (ca. 0, 30 €) zu haben ist, kostet im Hotel mehr als das Zehnfache, nämlich 1.700 OR (3,40 €) Im Holiday Inn war das Mineralwasser zum Essen Teil der gebuchten Halbpension.

Eine Flasche Wein kostet im Hilton 15 OR (ca. 30 €).  0.5 l Holländisches Bier (Grolsch) kostet im Hilton 2.300 OR (ca. 5 €).

Fernsehen:

Deutsche Welle, BBC und CNN sind neben einer Unzahl arabischer Sender mit dem Fernseher auf den Zimmern sehr gut zu empfangen.

Preise:

Wir haben diesen Urlaub als Pauschalreise bei LTur für ca. 1.100 € / Person / Flug/ Übernachtung in 5 * Hotels / Halbpension mit allen Transfers im Oman gebucht. Hinzu kommen noch Mietwagenkosten von rd. 300 € für eine Woche. Insgesamt also belaufen sich die Kosten für diese Reise für 2 Personen auf rd. 2.500 €.

Wir stellten fest, dass der Oman fürwahr kein billiges Urlaubsland ist, Oman ist ein Hochlohnland. Entsprechend hoch ist auch das allgemeine Preisniveau.

Als Urlaubsland relativ teuer ist der Oman insbesondere dann wenn man bei der täglichen Ernährung auf ein Hotel wie das Hilton angewiesen ist. In der Stadt gibt es zwar unzählige Häuser, die sich „Restaurant“ nennen, diese aber sind eher Lokale für die hier ansässigen Gastarbeiter aus Pakistan, Indien etc. Sie eignen sich nicht für Europäer, sich hier auf Dauer zu ernähren. Also ist man auf Restaurants der gehobenen Kategorie angewiesen, die weder vom Hilton Hotel, noch vom Crowne Plaza Hotel leicht zu erreichen wären. Man ist in jedem Fall auf ein Taxi angewiesen. Die Fahrtkosten für einen einfache Fahrt wären mit ca. 5 – 10 OR für eine einfache Fahrt zu veranschlagen.  Für das Frühstück berechnet das Hilton umgerechnet rd. 13,00 €, für das Abendbüfett werden rd. 25,00  € fällig. Es empfiehlt sich also dringend, bei einem Aufenthalt hier zumindest Halbpension zu buchen, denn es gibt eigentlich weit und breit keine Alternative, wohin man kulinarisch ausweichen könnte und bei der Buchung der 14–tägigen Pauschalreise ist der Unterschied zwischen Übernachtung mit Frühstück und Halbpension marginal. Legt man den im Zimmer ausgehängten Preis für Übernachtung mit Frühstück in der von uns gebuchten Kategorie zugrunde (135 OR), würden sich die Kosten auf 270,00 € für Übernachtung mit Frühstück zuzüglich ca. 50,00 € Abendbüfett, insgesamt also auf 320,00 € / Tag / 2 Personen belaufen. Das Ganze für 14 Tage würde also rd. 4.480 € kosten. Rechnet man vorsichtig noch rd. 300,00 € / Person für den Flug hinzu, ist man schnell bei regulären Gesamtkosten von rd. 5.000,00 € für einen zwei Wochen Urlaub für 2 Personen im Oman, wie wir ihn absolviert haben.

Die Auskunft des LTur Mitarbeiters in Bonn, mit rd. 2,500 € Gesamtkosten einschließlich Mietwagen sei diese Reise ein richtiges Schnäppchen, ist also nicht aus der Luft gegriffen.

Hotel, Strand, Baden

Wir waren für 12 Nächte in Salalah im Hilton Hotel untergebracht, neben dem Crwone Plaza das einzige 5 * Hotel in Salalah.

Das Hilton ist kein reines Ferienhotel, sondern wird auch von Geschäftsreisenden und Firmen genutzt. Das Hilton liegt wie das Crowne Plaza Hotel relativ weit außerhalb der Stadt, die mangels öffentlichem Nahverkehr, falls man nicht über einen eigenen Wagen verfügt, nur mit dem Taxi erreichbar ist.

Das ganz in weiß erstrahlende Hotel verfügt über zwei 4-geschossige Seitenflügel, in denen die Zimmer und im Erdgeschoss teilweise die Konferenzräume untergebracht sind. Es passt sich mit seinen verspielten, arabischen Stilelementen sehr schön in die übrige Landschaft und in diesen Strandabschnitt ein. Der bereits in der Lobby vermittelte Eindruck von Luxus, ohne protzig zu wirken, setzt sich in den übrigen Räumen einschließlich der sehr geschmackvoll eingerichteten Zimmer fort.  Neben dem Hauptrestaurant gibt es zwei weitere, sehr stilvoll eingerichtete Restaurants sowie das etwas rustikal wirkende Palm Grove Restaurant, direkt am weißen Sandstrand. Die gesamte, weitläufige und sehr schön von einem  Wasserlauf aufgelockerte, mit hohen Kokospalmen bestandene Anlage ist äußerst gepflegt. Das Angebot an Speisen und Getränken entspricht internationalem 5 Sterne Standard. Der Service ist absolut perfekt. Das englisch sprechende Personal ist höflich, immer freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend.

Der Zimmerservice ist ebenfalls perfekt. So werden beispielsweise zwei Mal am Tag die Handtücher gewechselt. Alle zwei Tage findet der Gast einen frischen Obstkorb auf seinem Zimmer vor.  Der Mineralwasservorrat wird stets aufgefüllt. Die Minibar wird ebenfalls täglich aufgefüllt. Die klimatisierten Zimmer verfügen über einen eigenen Safe. Satelliten Fernsehen mit den gängigen, auch internationalen Programmen (CNN, DW, BBC) auf den Zimmern sind ebenso wie Telefon eine Selbstverständlichkeit.

Der temperaturregulierte Swimming Pool ist äußerst sauber und gepflegt. Liegen und Auflagen  stehen in ausreichender Zahl in der weitläufigen Anlage zur Verfügung. Am weitläufigen, absolut sauberen Sandstrand befinden sich drei schattenspendende Pavillons mit Liegen. Strandhandtücher werden in beliebiger Menge kostenlos ausgegeben. Das sehr schön gelegene Strandrestaurant direkt am Meer bietet Mittags Lunch und Abends ein romantisches Dinner a la carte unter Palmen an.

An den sanft abfallenden, kilometerlangen, unberührten, weißen Sandstrand brandet der Indische Ozean mit den zu den wechselnden Gezeiten unterschiedlich hohen Wellen. Beim Baden ist Vorsicht geboten. Eine Badeaufsicht gibt es nicht. Das Baden im Meer geschieht entsprechend der Hinweistafeln auf eigene Gefahr und ist wegen der zum Teil heftig anbrandenden Wellen nicht ungefährlich.

Der Strand ist in der Regel menschenleer und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Hier gibt es keinerlei Anmache oder Störungen durch fliegende Händler oder dergleichen. Ebenso wenig gibt es Ungeziefer wie Fliegen oder Mücken.

Gegen Abend bevölkert neben den Hotelgästen auch die örtliche Jugend den Strand, um sich hier sportlich auszutoben, ohne aber zu stören.  In etwa 1 Kilometer Entfernung vom Hotel Richtung Salalah mündet ein kleiner, äußerst fischreicher kleiner Fluss ins Meer.

Alles in allem lässt das Hilton Salalah übertrifft das Hilton alle Erwartungen des Erholung suchenden Gastes und lässt keinerlei Wünsche offen.

Reisebericht

Bildergalerie